Pflanzen
Pflanzliche Wirkstoffe (Botanicals) umfassen traditionell verwendete Pflanzen und standardisierte Extrakte. Für die meisten bestehen noch keine zugelassenen…
- Acerola (Malpighia emarginata) – Acerola, auch als Antillenkirsche bekannt, ist eine tropische Steinfrucht, die für ihren aussergewöhnlich hohen natürlichen Vitamin-C-Gehalt geschätzt wird. In der Nahrungsergänzung dient sie als natürliche Quelle für Ascorbinsäure. Sie liefert zudem sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Anthocyane, die als natürliche Begleitstoffe des Vitamins vorkommen.
- Aloe Vera – Aloe Vera (Aloe barbadensis miller) ist eine sukkulente Pflanze, deren fleischige Blätter ein wasserreiches Blattgel enthalten. Dieses Gel wird traditionell äusserlich zur Hautpflege sowie als Bestandteil von Getränken verwendet. Es enthält Polysaccharide, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
- Anis – Anis ist eine traditionelle Gewürz- und Kulturpflanze, die für ihr charakteristisches, süssliches Aroma bekannt ist. In der Pflanzenkunde wird sie vor allem wegen ihrer traditionellen Verwendung für die Verdauung geschätzt. Die enthaltenen ätherischen Öle, insbesondere Anethol, machen Anis zu einem beliebten Bestandteil von Tees und Extrakten für den Magen-Darm-Trakt und die Atemwege.
- Artischocke – Die Artischocke enthält Bitterstoffe wie Cynarin und Caffeoylchinasäuren. Standardisierte Blätterextrakte werden in der Forschung vor allem im Zusammenhang mit Verdauung und Leber untersucht.
- Ashwagandha – Ashwagandha ist ein Nachtschattengewächs aus der ayurvedischen Tradition. Die Wurzel enthält Withanolide – einzigartige Steroidlactone – die in über 300 wissenschaftlichen Studien untersucht wurden, vor allem im Zusammenhang mit der traditionellen Verwendung in Belastungsphasen und als abendlicher Aufguss.
- Astragalus (Tragant) – Astragalus, auch als Tragant bekannt, ist eine bedeutende Pflanze der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird zunehmend als Pflanze aus der traditionellen Verwendung geschätzt. Die Wurzel wird traditionell im Rahmen des allgemeinen Wohlbefindens verwendet. Moderne Forschungen untersuchen ihre Inhaltsstoffe, jedoch sind gesundheitsbezogene Aussagen in Europa nicht zugelassen.
- Baldrian – Baldrian ist eine der ältesten und bestuntersuchten europäischen Pflanzen. Die Wurzel enthält Valerensäure und ätherische Öle, die in der Forschung untersucht werden. Baldrian ist in einer ESCOP-Monographie gelistet und wird traditionell als abendlicher Aufguss sowie in Belastungsphasen geschätzt.
- Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) – Die Bärentraube ist ein immergrüner Zwergstrauch, dessen Blätter in der traditionellen europäischen Pflanzenkunde geschätzt werden. Sie enthält das Hydrochinonderivat Arbutin und wird traditionell als Teezubereitung genutzt. Aufgrund der spezifischen Inhaltsstoffe ist die Anwendung zeitlich streng begrenzt und sollte nicht als Dauergetränk erfolgen.
- Bärlauch – Bärlauch, auch wilder Knoblauch genannt, ist eine traditionelle heimische Wildpflanze, die für ihr charakteristisches Aroma geschätzt wird. Er enthält wertvolle Schwefelverbindungen, die in der traditionellen Kräuterkunde Anwendung finden.
- Basilikum – Basilikum ist ein weltweit geschätztes Küchenkraut, das nicht nur durch sein charakteristisches Aroma besticht, sondern auch in der traditionellen Pflanzenkunde eine lange Geschichte hat. Es enthält ätherische Öle, die ihm seine typische Note verleihen und traditionell verwendet werden. In der modernen Ernährung wird es vor allem als frische Zutat geschätzt, die Gerichte geschmacklich abrundet und sekundäre Pflanzenstoffe liefert.
- Birkenblätter – Birkenblätter werden traditionell im Zusammenhang mit den ableitenden Harnwegen verwendet. Sie enthalten Flavonoide, die in der Pflanzenkunde für ihre Eigenschaften geschätzt werden. In der Volkskunde nutzt man sie zudem als Bestandteil von Frühjahrskuren.
- Boswellia (Weihrauch) – Boswellia (Boswellia serrata), bekannt als indischer Weihrauch, ist ein Baum, aus dessen Rinde ein aromatisches Harz gewonnen wird. Das Harz enthält charakteristische Boswelliasäuren. Weihrauch wird seit der Antike rituell genutzt und traditionell im Zusammenhang mit den Gelenken verwendet.
- Brahmi (Bacopa) – Brahmi ist eine der wichtigsten Pflanzen der ayurvedischen Tradition. Die enthaltenen Bacosid-Saponine werden in der modernen Kognitionsforschung untersucht, vor allem im Zusammenhang mit Gedächtnis und Lernfähigkeit.
- Brennnessel (Urtica dioica) – Die Brennnessel ist eine traditionelle europäische Kräuter- und Wildpflanze, die für ihre vielfältigen Inhaltsstoffe geschätzt wird. Sie wird traditionell im Zusammenhang mit den Ausscheidungsfunktionen und Gelenken verwendet. Sowohl Blätter als auch Wurzeln finden in der Kräuterkunde und als nährstoffreiches Lebensmittel Verwendung.
- Brokkoli-Extrakt / Sulforaphan – Brokkoli-Extrakt wird vor allem wegen seines hohen Gehalts an Sulforaphan, einem sekundären Pflanzenstoff aus der Gruppe der Senfölglykoside, geschätzt. Dieser Stoff ist Gegenstand intensiver Forschung im Bereich der Zellbiologie und des oxidativen Stresses. In der modernen Ernährungswissenschaft gilt der Extrakt als wertvolle Ergänzung, um die Eigenschaften von Kreuzblütlern in konzentrierter Form nutzbar zu machen.
- Brombeerblätter – Brombeerblätter stammen vom gewöhnlichen Brombeerstrauch und werden seit Jahrhunderten in der traditionellen Kräuterkunde geschätzt. Sie zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Gerbstoffen, insbesondere Tanninen, sowie Flavonoiden und Fruchtsäuren aus. Aufgrund ihrer adstringierenden (zusammenziehenden) Eigenschaften finden sie häufig Verwendung als milder Kräutertee. In der Volkskunde werden sie traditionell für den Magen-Darm-Trakt sowie den Mund- und Rachenraum verwendet.
- Chaga (Inonotus obliquus) – Der Chaga-Pilz (Inonotus obliquus) ist ein parasitärer Baumpilz, der vorwiegend auf Birken in kalten Klimazonen wächst. Er wird traditionell als Tee zubereitet und wegen seines Gehalts an Polyphenolen, Polysacchariden und Betulin geschätzt. In der modernen Forschung werden seine Eigenschaften untersucht, wobei aussagekräftige klinische Humanstudien noch ausstehen.
- Chlorella – Chlorella ist eine einzellige Süsswasser-Grünalge, die als Nahrungsergänzung in Form von Pulver oder Tabletten angeboten wird. Sie enthält Eiweiss, Chlorophyll, Vitamine und Mineralstoffe. In der Forschung wird Chlorella vor allem im Zusammenhang mit ihrer Nährstoffzusammensetzung betrachtet.
- Cordyceps (Cordyceps militaris) – Cordyceps militaris ist ein Pilz, der in der traditionellen asiatischen Naturkunde geschätzt wird. Er enthält bioaktive Stoffe wie Cordycepin und Polysaccharide. In der modernen Anwendung wird er häufig im Rahmen eines aktiven Lebensstils und bei sportlichen Aktivitäten verwendet, wobei die Studienlage noch vorläufig ist.
- Cranberry – Die Cranberry, auch grossfruchtige Moosbeere genannt, ist eine in Nordamerika heimische Pflanze aus der Familie der Heidekrautgewächse. Sie ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere den wertvollen Proanthocyanidinen (PAC). In der Ernährung und traditionellen Anwendung wird sie geschätzt und häufig in Form von Saft, Kapseln oder Extrakten verzehrt.
- Dill – Dill (Anethum graveolens) ist eine traditionelle Gewürz- und Kulturpflanze, die vor allem für ihre traditionelle Verwendung im Magen-Darm-Bereich geschätzt wird. In der Volksheilkunde wird er häufig bei Blähungen, leichten Magen-Darm-Beschwerden und als abendlicher Aufguss geschätzt. Dank seiner wertvollen ätherischen Öle, insbesondere Carvon und Limonen, wird Dill traditionell geschätzt.
- Echinacea (Sonnenhut) – Echinacea, auch als Sonnenhut bekannt, ist eine traditionelle Pflanze aus Nordamerika. Sie wird in der Phytotherapie häufig im Zusammenhang mit dem Immunsystem verwendet. Die Pflanze enthält verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe wie Alkamide, Kaffeesäurederivate und Polysaccharide, die in der Forschung untersucht werden.
- Echtes Eisenkraut – Echtes Eisenkraut (Verbena officinalis) ist eine traditionelle europäische Kräuterpflanze, die seit der Antike geschätzt wird. In der modernen Pflanzenkunde wird es vor allem traditionell in Belastungsphasen und zur Verdauung verwendet. Es enthält wertvolle Iridoidglykoside wie Verbenalin, die für den leicht bitteren Geschmack und die charakteristischen Eigenschaften verantwortlich sind.
- Estragon – Estragon ist ein aromatisches Küchenkraut, das traditionell für die Verdauung und als Gewürz verwendet wird. Es enthält ätherische Öle, die ihm seinen charakteristischen, leicht anisartigen Geschmack verleihen. In der traditionellen Verwendung wird es oft als Tee bei leichten Magen-Darm-Themen eingesetzt.
- Fenchel (Foeniculum vulgare) – Fenchel ist eine traditionelle Kräuter- und Gewürzpflanze, die seit Jahrhunderten in der europäischen Kräuterkunde geschätzt wird. Die Samen enthalten wertvolle ätherische Öle, insbesondere Anethol und Fenchon. Traditionell wird Fenchel als Teeaufguss zur Begleitung von Mahlzeiten eingesetzt.
- Frauenmantel – Frauenmantel ist ein traditionelles europäisches Frauenkraut. Das Kraut enthält Gerbstoffe (Tannine) und Flavonoide und wird traditionell im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus verwendet.
- Ginkgo biloba – Ginkgo biloba ist ein lebendes Fossil – die Art existiert seit über 200 Millionen Jahren. Die Blätter liefern Ginkgolide und Flavonglykoside, die in der Durchblutungs- und Kognitionsforschung untersucht werden.
- Ginseng (Panax ginseng) – Ginseng (Panax ginseng) ist eine in Ostasien beheimatete Pflanze, deren Wurzeln seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden. Die Hauptwirkstoffe sind Ginsenoside. Ginseng wird traditionell in Belastungsphasen eingesetzt.
- Goji-Beere (Lycium barbarum) – Die Goji-Beere, auch Gemeiner Bocksdorn genannt, ist eine traditionelle asiatische Frucht, die für ihren Reichtum an sekundären Pflanzenstoffen geschätzt wird. Sie hat einen festen Platz in der traditionellen Verwendung. In der modernen Ernährung dient sie als nährstoffreiche Ergänzung, wobei belastbare klinische Studien zu spezifischen Eigenschaften noch vorläufig sind.
- Gotu Kola (Centella asiatica) – Gotu Kola, auch als Indischer Wassernabel bekannt, ist eine traditionelle Pflanze der asiatischen Pflanzenkunde. Sie wird traditionell in der Hautpflege und für das allgemeine Wohlbefinden verwendet. Moderne Forschungen untersuchen ihre Inhaltsstoffe, insbesondere die Triterpensaponine, im Hinblick auf kosmetische und pflegende Eigenschaften.
- Grüner Hafer – Grüner Hafer wird unreif geerntet – in diesem Stadium ist die Konzentration an Avenanthramiden und Saponinen am höchsten. Extrakte des grünen Hafers werden in der Kognitionsforschung zu Aufmerksamkeit und geistiger Leistung untersucht.
- Grüntee-Extrakt (EGCG) – Grüntee-Extrakt wird aus den unfermentierten Blättern der Teepflanze (Camellia sinensis) gewonnen und ist reich an Polyphenolen, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG). Diese sekundären Pflanzenstoffe werden für ihre antioxidativen Eigenschaften geschätzt. In der asiatischen Tradition hat Grüntee seit Jahrtausenden einen festen Platz als traditionelles Aufgussgetränk.
- Guarana – Guarana (Paullinia cupana) ist eine Kletterpflanze aus dem Amazonasgebiet, deren Samen einen besonders hohen natürlichen Koffeingehalt aufweisen. Traditionell wird Guarana als anregendes Getränk genutzt. Das Koffein wird durch die Begleitstoffe der Samen vergleichsweise langsam freigesetzt.
- Hagebutte – Die Hagebutte ist die leuchtend rote Scheinfrucht verschiedener Wildrosenarten, insbesondere der Hundsrose. Sie zeichnet sich durch einen aussergewöhnlich hohen Gehalt an Vitamin C sowie sekundären Pflanzenstoffen aus. Traditionell wird sie in der kalten Jahreszeit verwendet. In der modernen Forschung stehen vor allem ihre Inhaltsstoffe im Fokus, die im Zusammenhang mit den Gelenken untersucht werden.
- Hericium (Igelstachelbart) – Hericium erinaceus, bekannt als Igelstachelbart oder Lion's Mane, ist ein Speisepilz, der traditionell in der asiatischen Naturkunde geschätzt wird. Er enthält spezifische Polysaccharide, Hericenone und Erinacine. In der modernen Forschung wird der Pilz hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe untersucht.
- Hibiskus – Hibiskus, auch als Karkade bekannt, ist eine tropische Pflanze, deren leuchtend rote Blütenkelche traditionell als erfrischender Tee genossen werden. Er zeichnet sich durch einen säuerlichen Geschmack aus, der auf den hohen Gehalt an organischen Säuren zurückzuführen ist. In der Forschung wird Hibiskus hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe und traditionellen Verwendung untersucht.
- Holunder (Sambucus nigra) – Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist eine in Europa tief verwurzelte Kultur- und Nutzpflanze. Traditionell werden vor allem die Blüten und Beeren als Tee oder Extrakt geschätzt. In der modernen Pflanzenkunde wird Holunder aufgrund seiner sekundären Pflanzenstoffe, insbesondere der Flavonoide und Anthocyane, als wertvolle Ergänzung betrachtet.
- Hopfen – Hopfen ist botanisch ein Verwandter von Cannabis. Die weiblichen Blütenzapfen enthalten Lupulin mit Bittersäuren und Xanthohumol. In der Forschung wird Hopfen häufig in Kombination mit Baldrian untersucht.
- Ingwer – Ingwer (Zingiber officinale) ist eine aus Südostasien stammende Gewürz- und Kulturpflanze, deren unterirdischer Wurzelstock (Rhizom) weltweit geschätzt wird. Er enthält wertvolle Scharfstoffe wie Gingerole und Shogaole sowie ätherische Öle. Traditionell wird Ingwer im Zusammenhang mit der Verdauung und auf Reisen verwendet, wobei er sowohl frisch als auch getrocknet Verwendung findet.
- Johanniskraut (Hypericum perforatum) – Johanniskraut ist eine traditionelle Pflanze, die seit Jahrhunderten in Belastungsphasen und zur Pflege der Haut verwendet wird. Die gelb blühende Pflanze enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Hypericin und Hyperforin. In der modernen Pflanzenkunde wird sie oft als Extrakt oder Tee verwendet, erfordert jedoch aufgrund möglicher Wechselwirkungen mit Medikamenten besondere Aufmerksamkeit.
- Kaktusfeige – Die Kaktusfeige enthält Betalain-Pigmente (Betanin, Indicaxanthin) sowie Flavonoide, die als Antioxidantien-Quelle untersucht werden. Die Frucht und der Extrakt sind in der Lebensmittelforschung von Interesse.
- Kamille (Matricaria chamomilla) – Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine der bekanntesten traditionellen Pflanzen Europas. Sie wird seit Jahrhunderten in der Volkskunde, insbesondere als Tee oder Extrakt, geschätzt. Die Pflanze enthält wertvolle ätherische Öle und Flavonoide, die traditionell für das allgemeine Wohlbefinden sowie für Haut und Schleimhäute verwendet werden.
- Knoblauch – Knoblauch (Allium sativum) ist eine seit Jahrtausenden genutzte Gewürz- und Heilpflanze. Charakteristisch sind seine schwefelhaltigen Verbindungen, allen voran das beim Zerkleinern entstehende Allicin. Traditionell wird Knoblauch im Zusammenhang mit Herz, Kreislauf und Gefässen verwendet.
- Koriander – Koriander ist eine weltweit geschätzte Gewürz- und Kulturpflanze, die sowohl für ihre frischen Blätter als auch für ihre aromatischen Samen bekannt ist. In der traditionellen Pflanzenkunde wird er vor allem im Zusammenhang mit der Verdauung verwendet. In modernen Laboruntersuchungen werden antioxidative und mikrobiologische Eigenschaften der Inhaltsstoffe untersucht.
- Kümmel – Kümmel (Carum carvi) ist eine der ältesten bekannten Gewürz- und Kräuterpflanzen Europas und wird traditionell zur Verdauung verwendet. Die in den Samen enthaltenen ätherischen Öle, insbesondere Carvon und Limonen, sind für ihre traditionelle Verwendung bekannt. In der Pflanzenkunde wird Kümmel häufig als Tee oder Öl zubereitet und traditionell bei leichtem Völlegefühl eingesetzt.
- Kurkuma (Curcumin) – Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelbwurz genannt, ist eine tropische Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Ihr wichtigster Inhaltsstoff Curcumin verleiht der Wurzel die charakteristische gelbe Farbe. Traditionell wird Kurkuma in der asiatischen Küche und Pflanzenkunde verwendet. In der modernen Wissenschaft wird Curcumin vor allem wegen seiner potenziellen antioxidativen Eigenschaften untersucht.
- Lavendel – Beim Lavendel entsteht der typische Duft durch Linalool und Linaloylacetat, die bis zu 80 % des ätherischen Öls ausmachen. Standardisierte Lavendelöl-Zubereitungen sind Gegenstand klinischer Forschung; Lavendel ist in einer ESCOP-Monographie gelistet.
- Leinsamen (Lignane) – Leinsamen ist die reichste bekannte Quelle pflanzlicher Lignane (Secoisolariciresinol-Diglucosid, SDG). Diese Phytoöstrogene werden im Darm zu Enterolignanen umgewandelt und sind Gegenstand der Ernährungsforschung.
- Lindenblüten – Lindenblütentee ist seit Generationen ein klassischer Abendaufguss. Die Blüten enthalten Flavonoide wie Tilirosid und Schleimstoffe und werden traditionell in Belastungsphasen und in der kalten Jahreszeit verwendet.
- Löwenzahn (Taraxacum officinale) – Löwenzahn ist eine traditionelle Kräuter- und Wildpflanze, die für ihre Bitterstoffe geschätzt wird. In der europäischen Kräuterkunde wird sie traditionell im Zusammenhang mit der Verdauung und der Gallenfunktion eingesetzt. Moderne Anwendungen fokussieren sich auf die traditionelle Verwendung der Blätter im Zusammenhang mit der Flüssigkeitsausscheidung und die Aspekte der Wurzel in der traditionellen Anwendung für die Verdauung.
- Maca – Maca wächst ausschliesslich über 4000 Metern in den peruanischen Anden. Die Knolle enthält einzigartige Alkaloide – Macamide und Macaridine – die nirgendwo sonst vorkommen und in der Forschung untersucht werden.
- Majoran – Majoran ist ein traditionelles Küchenkraut und eine Kulturpflanze aus der Familie der Lippenblütler, die vor allem im Mittelmeerraum beheimatet ist. Er wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Pflanzenkunde verwendet. Dank seiner ätherischen Öle ist er eine geschätzte Zutat in der Volkskunde.
- Mariendistel – Silymarin – ein Gemisch aus Flavonolignanen mit dem Hauptstoff Silibinin – gehört zu den am gründlichsten erforschten Pflanzenverbindungen, vor allem im Zusammenhang mit der Leber. Die Mariendistel ist in mehreren Arzneibuch-Monographien gelistet.
- Marokkanische Minze – Die Marokkanische Minze ist eine besonders aromatische Form der Grünen Minze. Sie enthält kaum Menthol – ihr Aroma stammt vom Carvon. Grüne-Minze-Extrakte werden in der Forschung zu Konzentration und Gedächtnis untersucht.
- Mate – Mate ist ein traditionelles südamerikanisches Aufgussgetränk, das aus den Blättern des Mate-Strauchs gewonnen wird. Es zeichnet sich durch seinen natürlichen Koffeingehalt und eine Vielzahl an Antioxidantien aus. In der traditionellen Anwendung wird Mate in Phasen mentaler und körperlicher Beanspruchung verwendet.
- Melisse (Zitronenmelisse) – Die Zitronenmelisse enthält ein ätherisches Öl mit Citral und Citronellal sowie Rosmarinsäure. Standardisierte Zubereitungen werden in der Forschung untersucht; Melisse ist in einer ESCOP-Monographie gelistet.
- Mönchspfeffer – Mönchspfeffer gehört zu den ältesten traditionell genutzten Pflanzen des Abendlandes. Die Vitex-Diterpene werden in der Forschung im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus untersucht; die Pflanze ist in einer ESCOP-Monographie gelistet.
- Moringa (Moringa oleifera) – Moringa, oft als "Wunderbaum" bezeichnet, ist eine nährstoffreiche Pflanze, deren Blätter traditionell als Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel genutzt werden. Sie liefert Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. In der modernen Ernährung wird Moringa-Pulver zur allgemeinen Nährstoffversorgung geschätzt, wobei die wissenschaftliche Forschung zu spezifischen Eigenschaften noch andauert.
- Oregano – Oregano ist ein aromatisches Küchenkraut, das traditionell auch in der Naturkunde geschätzt wird. Es enthält ätherische Öle wie Carvacrol und Thymol. In der modernen Forschung wird Oregano-Extrakt oder -Öl hinsichtlich seiner Inhaltsstoffe und traditionellen Verwendungsmöglichkeiten untersucht.
- Passionsblume – Die Passionsblume enthält Flavonoide wie Chrysin, Vitexin und Orientin sowie das Alkaloid Harman. Ihr Zusammenspiel mit dem GABA-System wird in der Forschung im Zusammenhang mit der traditionellen abendlichen Verwendung und mit Belastungsphasen untersucht; sie ist in einer ESCOP-Monographie gelistet.
- Pfefferminze (Mentha piperita) – Pfefferminze ist eine weltweit geschätzte Kultur- und Gewürzpflanze, die traditionell im Zusammenhang mit der Verdauung und bei leichten Magen-Darm-Beschwerden verwendet wird. Ihre ätherischen Öle, insbesondere Menthol, verleihen ihr den charakteristischen frischen Geschmack und werden in der Pflanzenkunde sowie in der Lebensmittelindustrie vielseitig verwendet.
- Probiotika (Laktobazillen & Bifidobakterien) – Probiotika sind lebende Mikroorganismen, insbesondere Laktobazillen und Bifidobakterien, die natürlicherweise im menschlichen Darm vorkommen. Sie werden über fermentierte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen. Sie sind Gegenstand der Forschung hinsichtlich des mikrobiellen Gleichgewichts im Verdauungstrakt und der Darmflora.
- Reishi (Ganoderma lucidum) – Der Reishi (Ganoderma lucidum), auch Glänzender Lackporling genannt, ist ein in der traditionellen chinesischen Verwendung seit Jahrtausenden geschätzter Pilz. Er wird traditionell vielseitig eingesetzt. Moderne Forschungen untersuchen seine Inhaltsstoffe, insbesondere Polysaccharide und Triterpene.
- Rhodiola rosea – Rhodiola rosea (Rosenwurz) wächst in alpinen Höhenlagen bis 5000 m. Die Wurzel enthält Rosavine und Salidroside und wird als Pflanze aus der traditionellen Verwendung in der Forschung zu Belastungsphasen und mentaler Leistung untersucht. 2009 wurde sie ins Europäische Arzneibuch aufgenommen.
- Rooibos – Rooibos ist ein südafrikanischer Strauch, dessen fermentierte oder unfermentierte Blätter traditionell als koffeinfreier Tee aufgegossen werden. Er zeichnet sich durch seinen milden, erdigen Geschmack und seinen Reichtum an sekundären Pflanzenstoffen wie Flavonoiden aus. Aufgrund seiner guten Verträglichkeit ist er ein beliebtes Alltagsgetränk für alle Altersgruppen.
- Rosenblüten – Rosenblüten von Zentifolie und Damaszener-Rose liefern Duftstoffe wie Citronellol, Geraniol und Phenylethanol sowie Polyphenole. Sie sind ein klassischer floraler Bestandteil von Teemischungen.
- Rosmarin – «Ros marinus» bedeutet «Tau des Meeres». Rosmarin liefert die Polyphenole Rosmarinsäure und Carnosolsäure, die als Antioxidantien untersucht werden. Botanisch zählt Rosmarin seit 2017 zu den Salbeiarten.
- Safran – Safran ist das teuerste Gewürz der Welt – für 1 kg braucht es 150‧000 bis 200‧000 Blüten. Seine Inhaltsstoffe Crocin und Safranal werden in klinischen Studien vor allem im Zusammenhang mit der Stimmung untersucht.
- Sägepalme – Die Sägepalme (Serenoa repens) ist eine im Südosten der USA heimische Zwergpalme. Verwendet werden ihre dunklen, reifen Früchte, die einen hohen Anteil an Fettsäuren und pflanzlichen Sterolen enthalten. Traditionell werden Sägepalmenextrakte im Zusammenhang mit dem Wohlbefinden reiferer Männer verwendet.
- Salbei (Salvia officinalis) – Salbei (Salvia officinalis) ist eine traditionelle Kräuter- und Gewürzpflanze aus dem Mittelmeerraum, die besonders für ihre ätherischen Öle geschätzt wird. In der europäischen Pflanzenkunde wird er häufig als Tee oder Gurgellösung für den Mund- und Rachenraum sowie im Zusammenhang mit Schwitzen verwendet.
- Sanddorn (Hippophae rhamnoides) – Sanddorn ist ein dorniger Strauch, dessen leuchtend orangefarbene Beeren für ihren aussergewöhnlich hohen Vitamin-C-Gehalt bekannt sind. In der traditionellen europäischen und asiatischen Pflanzenkunde wird er seit Jahrhunderten geschätzt. Heute findet Sanddorn vor allem als nährstoffreiches Lebensmittel und in der Hautpflege Verwendung, wobei seine wertvollen Öle und Antioxidantien im Fokus stehen.
- Schafgarbe – Die Schafgarbe – botanisch «Achillea» nach Achilles – enthält ätherische Öle und Proazulene, die beim Destillieren das blaue Chamazulen bilden. Sie ist ein klassisches Bitterstoff-Kraut der europäischen Tradition.
- Schisandra (Schisandra chinensis) – Schisandra, auch als "Fünf-Geschmacks-Beere" bekannt, ist eine traditionelle asiatische Pflanze. Sie wird traditionell in Belastungsphasen verwendet. Moderne Forschungen untersuchen ihre Eigenschaften, jedoch sind weitere Studien erforderlich, um die traditionellen Anwendungen zu verstehen.
- Schwarzer Knoblauch – Schwarzer Knoblauch ist gewöhnlicher Knoblauch, der durch eine lange Reifung bei kontrollierter Wärme und Feuchtigkeit fermentiert wird. Dabei färben sich die Zehen dunkel, das Aroma wird mild und süsslich-balsamisch. Im Zuge der Reifung entstehen Verbindungen wie S-Allylcystein.
- Schwarzkümmel – Der Echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) ist eine einjährige Pflanze, deren kleine schwarze Samen als Gewürz und zur Gewinnung von Schwarzkümmelöl verwendet werden. Die Samen enthalten ätherisches Öl mit dem charakteristischen Inhaltsstoff Thymochinon. Traditionell werden Samen und Öl in der Küche und Volksheilkunde verwendet.
- Sencha-Grüntee – Sencha macht über 80 % der japanischen Teeproduktion aus. Der Grüntee liefert natürliches Koffein (25–35 mg pro Tasse), die Aminosäure L-Theanin und die Catechine, allen voran EGCG.
- Shatavari (Asparagus racemosus) – Shatavari (Asparagus racemosus) ist eine traditionelle Pflanze aus dem Ayurveda, die vor allem für ihre Verwendung im Zusammenhang mit dem weiblichen Wohlbefinden bekannt ist. Die Wurzel wird traditionell in verschiedenen Lebensphasen verwendet. Aktuelle Forschungen untersuchen die Pflanze und ihre Inhaltsstoffe.
- Spirulina (Arthrospira platensis) – Spirulina ist eine blaugrüne Mikroalge (Cyanobakterium), die traditionell als Lebensmittel geschätzt wird. Sie enthält Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. In der modernen Ernährung wird sie häufig als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt.
- Spitzwegerich (Plantago lanceolata) – Spitzwegerich (Plantago lanceolata) ist eine traditionelle europäische Pflanze, die vor allem in der Kräuterkunde geschätzt wird. In der traditionellen Verwendung wird sie häufig als Tee oder Sirup zubereitet. Die Pflanze enthält Schleimstoffe und Iridoide wie Aucubin, welche die Grundlage für ihre traditionelle Anwendung bilden.
- Süssholz (Glycyrrhiza glabra) – Süssholz ist eine traditionelle Pflanze, deren Wurzel in der Pflanzenkunde bekannt ist. Sie wird traditionell im Zusammenhang mit den Atemwegen und dem Magen-Darm-Trakt verwendet. Der süsse Inhaltsstoff Glycyrrhizin dient zudem als Basis für Lakritze, sollte aber nicht dauerhaft in grossen Mengen konsumiert werden.
- Teufelskralle – Die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) ist eine im südlichen Afrika heimische Pflanze. Verwendet werden die getrockneten, in Scheiben geschnittenen Wurzelknollen, die den Bitterstoff Harpagosid enthalten. Traditionell werden Zubereitungen aus der Wurzel im Bewegungsapparat-Bereich verwendet.
- Thymian (Thymus vulgaris) – Thymian ist eine traditionelle Kräuter- und Gewürzpflanze aus dem Mittelmeerraum, die besonders für ihre ätherischen Öle geschätzt wird. In der traditionellen europäischen Pflanzenkunde wird er häufig als Tee oder Extrakt im Zusammenhang mit Erkältungen und Husten verwendet. Wissenschaftlich ist vor allem das enthaltene Thymol von Interesse, welches auf seine Eigenschaften untersucht wird.
- Traubenkernextrakt (OPC) – Traubenkernextrakt wird aus den Samen der Weintraube gewonnen und ist besonders reich an oligomeren Proanthocyanidinen (OPC). Diese sekundären Pflanzenstoffe gehören zur Gruppe der Flavanole. In der Nahrungsergänzung wird der Extrakt aufgrund dieser Inhaltsstoffe geschätzt, wobei er oft in Kombination mit Vitamin C eingesetzt wird.
- Traubensilberkerze – Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa), auch Black Cohosh genannt, ist eine im östlichen Nordamerika heimische Staude. Verwendet wird ihr Wurzelstock. Traditionell werden Zubereitungen aus der Wurzel im Zusammenhang mit dem weiblichen Wohlbefinden in den Wechseljahren verwendet.
- Tribulus terrestris – Tribulus terrestris enthält Steroidsaponine, vor allem Protodioscin. In Ayurveda und traditioneller chinesischer Medizin ist die Pflanze seit Jahrhunderten beschrieben; moderne Belege sind vorläufig.
- Tulsi (Heiliges Basilikum) – Tulsi, auch Heiliges Basilikum genannt (botanisch Ocimum sanctum bzw. Ocimum tenuiflorum), ist eine aromatische Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. In der ayurvedischen Tradition Indiens zählt sie seit Jahrhunderten zu den geschätztesten Kräutern und wird dort als Teeaufguss verwendet. Geschmacklich ist Tulsi würzig-warm mit einer nelkenartigen Note.
- Weidenrinde (Salix alba) – Weidenrinde ist die Rinde der Silberweide und wird traditionell als pflanzliches Mittel geschätzt. Sie enthält Salicin, eine Vorstufe der Salicylsäure, die im Körper umgewandelt wird. In der traditionellen europäischen Pflanzenkunde wird sie oft als Tee oder Extrakt zubereitet und vielseitig verwendet.
- Zitronengras – Zitronengras ist ein aromatisches Süssgras, das weltweit als Gewürz und für die Zubereitung von Tees geschätzt wird. In der traditionellen Pflanzenkunde wird es aufgrund seiner ätherischen Öle, insbesondere Citral, häufig verwendet. In wissenschaftlichen Laboruntersuchungen werden antioxidative und mikrobiologische Eigenschaften der Inhaltsstoffe untersucht, auch wenn belastbare klinische Studien am Menschen noch begrenzt sind.
- Zitronenverbene – Zitronenverbene ist eine intensiv nach Zitrone duftende Kräuter- und Gewürzpflanze aus der Familie der Eisenkrautgewächse. Traditionell wird sie vor allem als Tee am Abend oder nach den Mahlzeiten geschätzt. Sie enthält ätherische Öle und wird in der traditionellen Pflanzenkunde vielfältig verwendet.
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