Auf den Punkt: Süssholz ist eine traditionelle Pflanze, deren Wurzel in der Pflanzenkunde bekannt ist. Sie wird traditionell im Zusammenhang mit den Atemwegen und dem Magen-Darm-Trakt verwendet. Der süsse Inhaltsstoff Glycyrrhizin dient zudem als Basis für Lakritze, sollte aber nicht dauerhaft in grossen Mengen konsumiert werden.
Hintergrund: Süssholzwurzel enthält Pflanzenstoffe wie Glycyrrhizin und Flavonoide. Die Pflanze wird wissenschaftlich im Zusammenhang mit Magen und Atemwegen untersucht. Zudem wird Süssholz traditionell in diesen Bereichen verwendet.
Anwendungsbereiche: Magen, Atemwege, Traditionelle Pflanzenkunde
Süssholz (Glycyrrhiza glabra) ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Westasien stammt. Ihre kräftigen, tief reichenden Wurzeln werden im Spätherbst geerntet und getrocknet. Der charakteristische, süssliche Geschmack der Wurzel ist auf den Inhaltsstoff Glycyrrhizin zurückzuführen, der etwa 50-mal süsser als Haushaltszucker ist. Aus dem eingedickten Extrakt der Wurzel wird die bekannte Lakritze (Bärendreck) hergestellt. In der traditionellen Pflanzenkunde wird die Süssholzwurzel geschätzt. Sie wird traditionell im Zusammenhang mit den Atemwegen sowie dem Magen-Darm-Trakt verwendet. Es wird eine zeitlich begrenzte und massvolle Anwendung empfohlen.
Zusammensetzung: Süssholz enthält als Inhaltsstoff das Saponin Glycyrrhizin, welches strukturelle Ähnlichkeiten mit Kortison aufweist. Zudem sind verschiedene Flavonoide und Cumarine enthalten. Diese Inhaltsstoffe werden traditionell im Zusammenhang mit der Magenschleimhaut und den Atemwegen verwendet.
Als Tee werden etwa 1 bis 2 Teelöffel (ca. 3 g) getrocknete Süssholzwurzel mit 150 ml kochendem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. Die tägliche Verzehrmenge sollte 10 Gramm getrocknete Wurzel nicht überschreiten und die Anwendung auf maximal 4 Wochen begrenzt werden.
Süssholzextrakte sind in In-vitro- und tierexperimentellen Studien untersucht worden. Die traditionelle Anwendung im Zusammenhang mit dem Magen-Darm-Trakt und den Atemwegen wird in Monografien der EMA (HMPC) und ESCOP beschrieben.
Bei längerer Anwendung oder hoher Verzehrmenge (über 100 mg Glycyrrhizin pro Tag) wird von einem übermässigen Konsum abgeraten. Personen mit Bluthochdruck, Nierenerkrankungen oder Kaliummangel sowie Schwangere sollten Süssholz meiden.
Süssholzwurzel wird primär als Teeaufguss, in Form von Extrakten oder als Pulver verwendet. Zudem ist der Extrakt die geschmacksgebende Hauptzutat bei der Herstellung von Lakritze.
In der Schweiz ist Lakritze umgangssprachlich auch als «Bärendreck» bekannt. Das Kauen der rohen Süssholzwurzel hat eine lange Tradition und wird heute noch manchmal im Rahmen der Nikotinentwöhnung verwendet.
Süssholztee sollte nicht dauerhaft getrunken werden. Es wird empfohlen, die Anwendung auf maximal 4 Wochen zu beschränken, da ein längerer Konsum unerwünschte Begleiterscheinungen haben kann.
Lakritze wird aus dem eingedickten Extrakt der Süssholzwurzel hergestellt. Süssholz ist also die Pflanze, aus der die Süssigkeit Lakritze (in der Schweiz auch Bärendreck genannt) gewonnen wird.
Schwangere und Stillende sollten auf den Konsum von Süssholz und grösseren Mengen Lakritze verzichten.
Die Süsse stammt vom Inhaltsstoff Glycyrrhizin, der etwa 50-mal süsser ist als normaler Haushaltszucker.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.