Auf den Punkt: Aloe Vera (Aloe barbadensis miller) ist eine sukkulente Pflanze, deren fleischige Blätter ein wasserreiches Blattgel enthalten. Dieses Gel wird traditionell äusserlich zur Hautpflege sowie als Bestandteil von Getränken verwendet. Es enthält Polysaccharide, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.
Hintergrund: Aloe Vera enthält Polysaccharide wie Acemannan, die in Studien im Zusammenhang mit der Haut und der Verdauung untersucht werden. Die Datenlage ist je nach Anwendungsbereich unterschiedlich ausgeprägt.
Anwendungsbereiche: Traditionelle äusserliche Hautpflege, Bestandteil von Getränken und Säften, Kosmetische Anwendung
Aloe Vera gehört zu den Sukkulenten und speichert in ihren dickfleischigen Blättern ein klares, wasserreiches Gel. Zu unterscheiden sind das innere Blattgel und der gelbliche Latex direkt unter der Blattrinde, der den Bitterstoff Aloin enthält. Für Lebensmittel und Kosmetik wird vorwiegend das von Aloin weitgehend befreite Blattgel verwendet. Das Gel besteht zu über 98 Prozent aus Wasser und enthält daneben Polysaccharide wie Acemannan, Enzyme, Aminosäuren sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Traditionell wird Aloe Vera äusserlich zur Pflege der Haut sowie innerlich als Bestandteil von Säften und Getränken eingesetzt. In der Forschung werden vor allem die Polysaccharide des Gels untersucht. Der aloinhaltige Latex unterliegt in der EU besonderen Beschränkungen.
Zusammensetzung: Die Polysaccharide und sekundären Pflanzenstoffe des Blattgels werden im Zusammenhang mit der Haut und dem Magen-Darm-Bereich erforscht. Der im Latex enthaltene Bitterstoff Aloin wird gesondert betrachtet.
Für Trinkgele richtet sich die Menge nach dem jeweiligen Produkt. Aloin-haltige Zubereitungen aus dem Blattlatex unterliegen in der EU strengen Beschränkungen und sollten gemieden werden. Für die äusserliche Anwendung wird das reine Gel verwendet.
Zum äusserlich angewendeten Blattgel liegen Untersuchungen im Hautbereich vor. Für innerlich angewendete Zubereitungen ist die Datenlage uneinheitlich. Aufgrund möglicher gesundheitlicher Bedenken hat die EU den Einsatz von Aloin und bestimmten Hydroxyanthracen-Derivaten in Lebensmitteln eingeschränkt.
Das reine Blattgel gilt äusserlich als gut verträglich; selten treten Hautreizungen auf. Innerlich können aloinhaltige Zubereitungen aus dem Blattlatex abführend wirken und sind nicht für den dauerhaften Verzehr geeignet. Schwangere, Stillende und Personen mit Darmerkrankungen sollten auf aloinhaltige Produkte verzichten.
Aloe-Vera-Gel wird als Zutat in Getränken, Joghurts und Desserts verwendet. In der Kosmetik ist es Bestandteil zahlreicher Haut- und Haarpflegeprodukte.
Aloe Vera wird wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Trockenheit in manchen Kulturen als 'Pflanze der Unsterblichkeit' bezeichnet. Bereits im alten Ägypten war sie eine geschätzte Kulturpflanze.
Das innere Blattgel ist klar und mild, während der gelbliche Latex direkt unter der Blattrinde den Bitterstoff Aloin enthält. Für Lebensmittel und Kosmetik wird vorwiegend das von Aloin befreite Gel verwendet.
Hochwertige, von Aloin befreite Trinkgele werden je nach Produktangabe verzehrt. Aloinhaltige Zubereitungen sind dagegen nicht für den regelmässigen Verzehr geeignet.
Traditionell wird das Blattgel vor allem äusserlich zur Pflege der Haut sowie als Bestandteil von Getränken genutzt.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.