Auf den Punkt: Grüntee-Extrakt wird aus den unfermentierten Blättern der Teepflanze (Camellia sinensis) gewonnen und ist reich an Polyphenolen, insbesondere Epigallocatechingallat (EGCG). Diese sekundären Pflanzenstoffe werden für ihre antioxidativen Eigenschaften geschätzt. In der asiatischen Tradition hat Grüntee seit Jahrtausenden einen festen Platz als traditionelles Aufgussgetränk.
Hintergrund: Grüntee-Extrakt liefert konzentrierte Catechine, allen voran EGCG. Studien untersuchen diese Pflanzenstoffe im Zusammenhang mit dem Stoffwechsel und oxidativem Stress. Hinweis: Sehr hohe Dosen von Grüntee-Extrakt werden im Zusammenhang mit der Leber kritisch diskutiert.
Anwendungsbereiche: Oxidativer Stress (Forschung), Stoffwechsel (Forschung), Traditionelle Verwendung
Grüntee-Extrakt ist ein konzentriertes Präparat aus den Blättern von Camellia sinensis. Im Gegensatz zu Schwarztee werden die Blätter für Grüntee nicht fermentiert, wodurch die wertvollen Katechine, eine Untergruppe der Polyphenole, weitgehend erhalten bleiben. Das bekannteste und am besten erforschte Katechin ist Epigallocatechingallat (EGCG). In der modernen Ernährungswissenschaft wird EGCG intensiv untersucht, insbesondere im Zusammenhang mit seinen antioxidativen Eigenschaften. Grüntee-Extrakte werden häufig in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet, um eine standardisierte Menge an EGCG bereitzustellen, die über den normalen Teekonsum nur schwer zu erreichen wäre. Neben EGCG enthält der Extrakt oft auch natürliches Koffein, L-Theanin und verschiedene Vitamine. Die Qualität und Zusammensetzung des Extrakts hängen stark von der Anbauregion, der Erntezeit und dem Extraktionsverfahren ab.
Zusammensetzung: EGCG und andere Katechine aus dem Grüntee-Extrakt werden in der Forschung als Antioxidantien im Zusammenhang mit oxidativem Stress untersucht. Zudem ist Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen, inwiefern sie in Kombination mit Koffein mit dem Energiestoffwechsel in Verbindung stehen. Die genauen physiologischen Mechanismen sind Gegenstand aktueller Forschung.
In Studien werden häufig Dosierungen von 250 bis 500 mg EGCG pro Tag verwendet. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt, eine Tagesdosis von 800 mg EGCG aus Nahrungsergänzungsmitteln nicht zu überschreiten. Die Einnahme sollte idealerweise zu einer Mahlzeit erfolgen.
Die Studienlage zu Grüntee-Extrakt ist umfangreich, insbesondere hinsichtlich seiner antioxidativen Eigenschaften und der Rolle im Stoffwechsel. Während viele In-vitro- und Tierstudien diese Themenbereiche untersuchen, sind die Resultate klinischer Humanstudien teilweise heterogen. Dennoch gilt EGCG als einer der am besten erforschten sekundären Pflanzenstoffe.
Bei hohen Dosierungen auf nüchternen Magen kann Grüntee-Extrakt Übelkeit verursachen und in seltenen Fällen die Leberfunktion beeinträchtigen. Personen mit Lebererkrankungen oder Schwangere sollten vor der Einnahme hochdosierter Extrakte ärztlichen Rat einholen. Zudem kann das enthaltene Koffein bei empfindlichen Personen zu Schlafstörungen oder innerer Unruhe führen.
Die primäre natürliche Quelle für EGCG ist der Aufguss aus unfermentierten Grünteeblättern. Auch weisser Tee und Oolong-Tee enthalten Katechine, jedoch in geringeren Mengen als Grüntee.
In Japan wird der besonders EGCG-reiche Matcha-Tee, der aus beschatteten und fein vermahlenen Grünteeblättern besteht, traditionell in der Teezeremonie verwendet. Die Entdeckung des Tees wird der Legende nach dem chinesischen Kaiser Shennong im Jahr 2737 v. Chr. zugeschrieben.
Nicht zwingend. Es gibt entkoffeinierte Extrakte, bei denen das Koffein weitgehend entfernt wurde, während die Katechine wie EGCG erhalten bleiben.
Wenn der Extrakt Koffein enthält, kann eine abendliche Einnahme den Schlaf beeinträchtigen. In diesem Fall empfiehlt sich die Einnahme am Morgen oder frühen Nachmittag.
Hochdosiertes EGCG kann auf nüchternen Magen bei einigen Personen Übelkeit auslösen und potenziell die Leber belasten. Die Einnahme zu einer Mahlzeit wird für eine gute Verträglichkeit empfohlen.
Nein. Matcha ist ein Pulver aus ganzen, vermahlenen Teeblättern, während ein Extrakt ein Konzentrat bestimmter Inhaltsstoffe wie EGCG ist, das aus den Blättern isoliert wurde.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.