Auf den Punkt: Traubenkernextrakt wird aus den Samen der Weintraube gewonnen und ist besonders reich an oligomeren Proanthocyanidinen (OPC). Diese sekundären Pflanzenstoffe gehören zur Gruppe der Flavanole. In der Nahrungsergänzung wird der Extrakt aufgrund dieser Inhaltsstoffe geschätzt, wobei er oft in Kombination mit Vitamin C eingesetzt wird.
Hintergrund: OPC aus Traubenkernen sind sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Proanthocyanidine. Erste Studien untersuchen sie im Zusammenhang mit oxidativem Stress und den Blutgefässen. Die Studienlage gilt noch als vorläufig.
Anwendungsbereiche: Oxidativer Stress (Forschung), Blutgefässe (Forschung), Haut (Forschung)
Traubenkernextrakt ist ein pflanzliches Präparat, das durch Extraktion aus den Kernen von Weintrauben (Vitis vinifera) hergestellt wird. Der Hauptfokus liegt dabei auf den enthaltenen oligomeren Proanthocyanidinen (OPC), einer Untergruppe der Polyphenole. Diese Verbindungen kommen natürlich in verschiedenen Pflanzen vor, sind jedoch in Traubenkernen in besonders hoher Konzentration zu finden. In der Pflanzenkunde und Ernährungswissenschaft wird der Extrakt intensiv erforscht. Die Qualität eines Traubenkernextrakts wird massgeblich durch den standardisierten Gehalt an OPC bestimmt, der je nach Herstellungsverfahren variieren kann. OPC wird in der Forschung als Antioxidans beschrieben. Da der menschliche Körper OPC nicht selbst herstellen kann, wird es über die Nahrung oder entsprechende Supplemente aufgenommen.
Zusammensetzung: OPC aus Traubenkernextrakt wird in der Forschung als Radikalfänger untersucht. Zudem sind die enthaltenen Polyphenole Gegenstand von Untersuchungen im Zusammenhang mit den Blutgefässen und der Mikrozirkulation.
In Studien werden häufig Dosierungen von 150 bis 300 mg OPC pro Tag verwendet. Die Einnahme erfolgt idealerweise zu einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit, um die Verträglichkeit zu verbessern.
Die Studienlage zu Traubenkernextrakt ist umfangreich, insbesondere im Bereich der antioxidativen Kapazität und der kardiovaskulären Forschung. Viele Effekte wurden in In-vitro- und Tierstudien gezeigt, während klinische Humanstudien erste, aber teils noch vorläufige Ergebnisse liefern.
Traubenkernextrakt gilt bei empfohlener Dosierung als sicher und gut verträglich. Gelegentlich können leichte Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen auftreten. Personen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollten vor der Anwendung Rücksprache mit einer Fachperson halten.
OPC kommt natürlicherweise in Traubenkernen, der Schale von roten Trauben, Äpfeln, Erdnüssen sowie in der Rinde der französischen Meereskiefer vor.
Die Entdeckung von OPC geht auf den französischen Forscher Jack Masquelier zurück, der die Substanz 1947 erstmals aus Erdnusshäutchen isolierte.
Traubenkernextrakt ist das aus den Kernen gewonnene Pulver, während OPC die spezifischen, darin enthaltenen bioaktiven Pflanzenstoffe bezeichnet.
Ja, allerdings befinden sich die höchsten OPC-Konzentrationen in den Kernen und Schalen, die beim normalen Verzehr oft ausgespuckt oder nicht in ausreichender Menge gegessen werden.
Die Einnahme kann unabhängig von der Tageszeit erfolgen, wird aber oft zusammen mit einer Mahlzeit empfohlen, um mögliche Magenreizungen zu vermeiden.
Da OPC Wechselwirkungen mit der Blutgerinnung haben kann, sollte bei gleichzeitiger Einnahme von Antikoagulanzien ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.