Auf den Punkt: Die Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) ist eine im südlichen Afrika heimische Pflanze. Verwendet werden die getrockneten, in Scheiben geschnittenen Wurzelknollen, die den Bitterstoff Harpagosid enthalten. Traditionell werden Zubereitungen aus der Wurzel im Bewegungsapparat-Bereich verwendet.
Hintergrund: Teufelskrallenwurzel enthält den Bitterstoff Harpagosid, der in Studien traditionell im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat untersucht wird. Die wissenschaftlichen Ergebnisse fallen unterschiedlich aus.
Anwendungsbereiche: Traditionelle Verwendung im Bereich des Bewegungsapparats, Traditionelle Verwendung im Zusammenhang mit den Gelenken, Bestandteil von Gelenk-Nahrungsergänzungen
Die Teufelskralle verdankt ihren Namen den charakteristischen, mit Widerhaken besetzten Früchten. Arzneilich und in Nahrungsergänzungen genutzt werden die getrockneten sekundären Speicherwurzeln (Wurzelknollen). Diese enthalten Iridoidglykoside, allen voran das bittere Harpagosid, sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Diese Inhaltsstoffe stehen im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen, die sich traditionell auf den Bewegungsapparat beziehen. Für standardisierte Extrakte wird der Gehalt an Harpagosid herangezogen. Die Teufelskralle ist als Wildpflanze in ihren Herkunftsgebieten unter Schutz gestellt, weshalb auf nachhaltige Sammlung geachtet wird.
Zusammensetzung: Die Iridoidglykoside der Wurzel, vor allem Harpagosid, werden in der Forschung im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat und den Gelenken betrachtet.
In Studien werden überwiegend standardisierte Wurzelextrakte verwendet, deren Menge sich nach dem Gehalt an Harpagosid und den Herstellerangaben richtet. Wegen des hohen Bitterstoffanteils werden meist Kapseln oder Tabletten verwendet.
Zur Teufelskralle liegen mehrere Studien und Monographien (unter anderem von EMA/HMPC und ESCOP) vor, welche die traditionelle Anwendung dokumentieren. Die Aussagekraft einzelner Untersuchungen ist unterschiedlich.
Zubereitungen aus der Teufelskralle gelten überwiegend als gut verträglich; gelegentlich treten Magen-Darm-Beschwerden auf. Aufgrund des hohen Bitterstoffgehalts sollten Personen mit empfindlichem Magen oder Magengeschwüren vorsichtig sein. Bei bestehenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
Die Teufelskralle spielt in der Ernährung keine Rolle. Ihre Wurzel wird ausschliesslich zur Herstellung von Tees, Extrakten und Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.
Der Name leitet sich von den auffälligen, krallenartig mit Widerhaken besetzten Früchten ab, die sich im Fell vorbeiziehender Tiere verhaken und so die Samen verbreiten.
Verwendet werden die getrockneten sekundären Speicherwurzeln (Wurzelknollen), die den Bitterstoff Harpagosid enthalten.
Harpagosid ist ein Iridoidglykosid und einer der charakteristischen Bitterstoffe der Teufelskrallenwurzel, der häufig zur Standardisierung von Extrakten herangezogen wird.
In ihren Herkunftsgebieten im südlichen Afrika wird die Wildpflanze geschützt. Daher ist auf eine nachhaltige Gewinnung der Wurzel zu achten.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.