Leinsamen (Lignane) (Linum usitatissimum)

Auf den Punkt: Leinsamen ist die reichste bekannte Quelle pflanzlicher Lignane (Secoisolariciresinol-Diglucosid, SDG). Diese Phytoöstrogene werden im Darm zu Enterolignanen umgewandelt und sind Gegenstand der Ernährungsforschung.

Hintergrund: Leinsamen ist reich an pflanzlichen Lignanen, die im Darm in hormonähnliche Stoffe umgewandelt werden. Diese sogenannten Phytoöstrogene sind Gegenstand von Studien zum hormonellen Stoffwechsel. Der Inhaltsstoff wird daher wissenschaftlich im Zusammenhang mit dem hormonellen Gleichgewicht untersucht.

Anwendungsbereiche: Forschung zum hormonellen Stoffwechsel, Forschung zum hormonellen Gleichgewicht, Zufuhr von Phytoöstrogenen, Pflanzliche Lignanquelle

Was ist Leinsamen (Lignane)?

Leinsamen (Linum usitatissimum) ist eine der ältesten Kulturpflanzen und ernährungsphysiologisch vielseitig: Er liefert Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure), Ballaststoffe und vor allem Lignane. Leinsamen ist die mit Abstand reichste bekannte Quelle des Lignans Secoisolariciresinol-Diglucosid (SDG). Diese sekundären Pflanzenstoffe werden durch die Darmflora zu den Enterolignanen Enterodiol und Enterolacton umgewandelt – Verbindungen mit schwacher östrogenartiger Struktur.

Zusammensetzung: Liefert Lignane (SDG), die im Darm zu Enterolignanen (Phytoöstrogene) umgewandelt werden.

Wie wird Leinsamen (Lignane) dosiert?

Als Lebensmittel typischerweise 1–2 Esslöffel geschroteter Leinsamen täglich; in den ON·OFF-Kapseln als Lignan-Extrakt.

Studienlage & Evidenz

Moderate Evidenz: Mehrere Studien zu Lignanen und hormonellem Stoffwechsel. Keine zugelassenen Botanical-Claims für Lignane.

Hat Leinsamen (Lignane) Nebenwirkungen?

Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (Quellwirkung der Ballaststoffe).

Wo kommt Leinsamen (Lignane) natürlich vor?

Leinsamen (am besten geschrotet), Leinöl.

Gut zu wissen über Leinsamen (Lignane)

«Linie», «Linoleum» und das englische «linen» gehen alle auf den Lein zurück.

Häufige Fragen

Was sind Lignane?

Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe; Leinsamen ist die reichste bekannte Quelle und liefert vor allem das Lignan SDG.

Sollte man Leinsamen schroten?

Ja, ganze Leinsamen passieren den Darm oft unverdaut; geschrotet sind die Inhaltsstoffe besser verfügbar.

Wofür wird Leinsamen traditionell verwendet?

Leinsamen wird traditionell im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verwendet, oft zur Unterstützung der normalen Verdauung. Für Leinsamen und die darin enthaltenen Lignane gibt es jedoch keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben der EU. Studien untersuchen derzeit die möglichen Effekte der enthaltenen Phytoöstrogene auf den Körper.

Hat Leinsamen Nebenwirkungen?

Bei normalem Verzehr gilt Leinsamen als gut verträglich, es muss jedoch stets auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Da die Samen stark aufquellen, kann es bei zu wenig Flüssigkeit zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt kommen. Zudem wird empfohlen, vor der Einnahme grösserer Mengen eine Fachperson zu konsultieren.

Enthalten in ON•OFF Produkten

Leinsamen (Lignane) ist einer der Inhaltsstoffe in: ON WOMEN.

Quellen

Verwandte Wirkstoffe

Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche oder fachliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Fachperson.