Auf den Punkt: Leinsamen ist die reichste bekannte Quelle pflanzlicher Lignane (Secoisolariciresinol-Diglucosid, SDG). Diese Phytoöstrogene werden im Darm zu Enterolignanen umgewandelt und sind Gegenstand der Ernährungsforschung.
Hintergrund: Leinsamen ist reich an pflanzlichen Lignanen, die im Darm in hormonähnliche Stoffe umgewandelt werden. Diese sogenannten Phytoöstrogene sind Gegenstand von Studien zum hormonellen Stoffwechsel. Der Inhaltsstoff wird daher wissenschaftlich im Zusammenhang mit dem hormonellen Gleichgewicht untersucht.
Anwendungsbereiche: Forschung zum hormonellen Stoffwechsel, Forschung zum hormonellen Gleichgewicht, Zufuhr von Phytoöstrogenen, Pflanzliche Lignanquelle
Leinsamen (Linum usitatissimum) ist eine der ältesten Kulturpflanzen und ernährungsphysiologisch vielseitig: Er liefert Omega-3-Fettsäuren (Alpha-Linolensäure), Ballaststoffe und vor allem Lignane. Leinsamen ist die mit Abstand reichste bekannte Quelle des Lignans Secoisolariciresinol-Diglucosid (SDG). Diese sekundären Pflanzenstoffe werden durch die Darmflora zu den Enterolignanen Enterodiol und Enterolacton umgewandelt – Verbindungen mit schwacher östrogenartiger Struktur.
Zusammensetzung: Liefert Lignane (SDG), die im Darm zu Enterolignanen (Phytoöstrogene) umgewandelt werden.
Als Lebensmittel typischerweise 1–2 Esslöffel geschroteter Leinsamen täglich; in den ON·OFF-Kapseln als Lignan-Extrakt.
Moderate Evidenz: Mehrere Studien zu Lignanen und hormonellem Stoffwechsel. Keine zugelassenen Botanical-Claims für Lignane.
Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten (Quellwirkung der Ballaststoffe).
Leinsamen (am besten geschrotet), Leinöl.
«Linie», «Linoleum» und das englische «linen» gehen alle auf den Lein zurück.
Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe; Leinsamen ist die reichste bekannte Quelle und liefert vor allem das Lignan SDG.
Ja, ganze Leinsamen passieren den Darm oft unverdaut; geschrotet sind die Inhaltsstoffe besser verfügbar.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.