Auf den Punkt: Gotu Kola, auch als Indischer Wassernabel bekannt, ist eine traditionelle Pflanze der asiatischen Pflanzenkunde. Sie wird traditionell in der Hautpflege und für das allgemeine Wohlbefinden verwendet. Moderne Forschungen untersuchen ihre Inhaltsstoffe, insbesondere die Triterpensaponine, im Hinblick auf kosmetische und pflegende Eigenschaften.
Hintergrund: Gotu Kola, auch als Tigergras bekannt, wird traditionell in der Ayurveda und der TCM genutzt. Erste Studien untersuchen die enthaltenen Pflanzenstoffe (Triterpene) im Zusammenhang mit der Haut und der geistigen Leistungsfähigkeit. Die Pflanze wird daher vor allem im Hinblick auf die Hautpflege und kognitive Funktionen wissenschaftlich untersucht.
Anwendungsbereiche: Hautpflege, Forschung zu kognitiven Funktionen, Traditionelle Anwendungen
Gotu Kola (Centella asiatica), oft als Indischer Wassernabel oder Tigergras bezeichnet, ist eine kriechende, krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Sie ist vor allem in den feuchten, tropischen Regionen Asiens beheimatet und hat eine lange Tradition in der ayurvedischen und traditionellen chinesischen Lehre. In Europa und der Schweiz wird sie zunehmend als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln und kosmetischen Produkten geschätzt. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre charakteristischen, nierenförmigen Blätter aus. Traditionell wird Gotu Kola als Aufguss oder Extrakt für das allgemeine Wohlbefinden verwendet. Die moderne Wissenschaft interessiert sich besonders für die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Asiaticoside und Madecassoside, welche im Fokus verschiedener Untersuchungen zu Hautpflege und Mikrozirkulation stehen.
Zusammensetzung: Die Hauptinhaltsstoffe von Gotu Kola sind Triterpensaponine, insbesondere Asiaticosid, Madecassosid, Asiaticainsäure und Madecassinsäure. Diese Verbindungen werden in der Forschung im Zusammenhang mit der Kollagensynthese und der Pflege von Haut und Bindegewebe untersucht.
Die übliche Verzehrmenge variiert je nach Extrakt und Anwendungsform, häufig werden 300 bis 600 mg eines standardisierten Extraktes pro Tag verwendet. Traditionell wird die Pflanze auch als Teeaufguss zubereitet, wobei 1 bis 2 Teelöffel des getrockneten Krauts mit heissem Wasser übergossen werden.
Die Studienlage zu Gotu Kola umfasst vor allem In-vitro- und Tierstudien sowie einige klinische Untersuchungen zur Hautpflege und Mikrozirkulation. Die Evidenz für weitreichende Effekte beim Menschen gilt jedoch als vorläufig und bedarf weiterer gross angelegter, placebokontrollierter Studien.
Gotu Kola gilt bei bestimmungsgemässem Gebrauch als gut verträglich, kann aber in seltenen Fällen Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Hautreaktionen auslösen. Personen in ärztlicher Behandlung oder solche, die Medikamente einnehmen, sollten vor der Anwendung eine Fachperson konsultieren.
In einigen asiatischen Ländern werden die frischen Blätter von Gotu Kola als Salat oder Gemüse verzehrt. In Europa ist die Pflanze vorwiegend in Form von getrocknetem Tee, Kapseln, Tinkturen oder als Extrakt in kosmetischen Produkten erhältlich.
Der Legende nach wird Gotu Kola auch "Tigergras" genannt, da bengalische Tiger sich in den Blättern der Pflanze wälzen sollen. In der traditionellen asiatischen Lehre gilt sie als Pflanze der Langlebigkeit und geistigen Klarheit.
Eine kurmässige Anwendung über einige Wochen ist üblich, eine dauerhafte Einnahme sollte jedoch mit einer Fachperson abgesprochen werden.
Nein, Gotu Kola enthält im Gegensatz zur Kola-Nuss kein Koffein.
Traditionell werden die getrockneten Blätter als Tee aufgebrüht oder die frischen Blätter in asiatischen Ländern als Salat gegessen.
Ja, Extrakte der Pflanze werden häufig in kosmetischen Produkten verwendet, da die enthaltenen Triterpene traditionell zur Pflege der Haut eingesetzt werden.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.