Boswellia (Weihrauch) (Boswellia serrata)

Auf den Punkt: Boswellia (Boswellia serrata), bekannt als indischer Weihrauch, ist ein Baum, aus dessen Rinde ein aromatisches Harz gewonnen wird. Das Harz enthält charakteristische Boswelliasäuren. Weihrauch wird seit der Antike rituell genutzt und traditionell im Zusammenhang mit den Gelenken verwendet.

Hintergrund: Weihrauchharz enthält Boswelliasäuren, die in Studien traditionell im Zusammenhang mit den Gelenken untersucht werden. Die Datenlage stammt überwiegend aus kleineren Studien.

Anwendungsbereiche: Traditionelle Verwendung im Zusammenhang mit den Gelenken, Anwendung in der ayurvedischen Tradition, Bestandteil von Nahrungsergänzungen

Was ist Boswellia (Weihrauch)?

Der Weihrauchbaum gedeiht in trockenen Regionen Indiens, der Arabischen Halbinsel und Nordostafrikas. Durch Anritzen der Rinde tritt ein milchiger Saft aus, der an der Luft zu einem aromatischen Gummiharz erhärtet. Dieses Harz enthält ätherische Öle sowie eine Gruppe von Triterpensäuren, die als Boswelliasäuren bezeichnet werden und im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen. In der traditionellen indischen Heilkunde Ayurveda hat Weihrauch eine lange Geschichte. In der modernen Forschung werden standardisierte Extrakte vor allem im Zusammenhang mit den Gelenken betrachtet. Weihrauch wird sowohl als Räucherwerk als auch in Form von Extrakten verwendet.

Zusammensetzung: Die Boswelliasäuren des Harzes werden in der Forschung im Zusammenhang mit Entzündungsbotenstoffen und der Gelenkfunktion betrachtet.

Wie wird Boswellia (Weihrauch) dosiert?

In Studien werden standardisierte Boswellia-Extrakte verwendet, die auf einen bestimmten Gehalt an Boswelliasäuren eingestellt sind. Die übliche Menge richtet sich nach dem jeweiligen Produkt und liegt häufig im Bereich mehrerer hundert Milligramm pro Tag.

Studienlage & Evidenz

Zu Boswellia serrata liegen mehrere, überwiegend kleinere klinische Studien vor, die die traditionelle Anwendung im Gelenkbereich untersuchen. Grössere und langfristige Untersuchungen sind begrenzt.

Hat Boswellia (Weihrauch) Nebenwirkungen?

Boswellia-Extrakte gelten in der Regel als gut verträglich. Gelegentlich können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Sodbrennen auftreten. Schwangere und Stillende sollten auf eine Anwendung verzichten, da hierzu keine ausreichenden Daten vorliegen.

Wo kommt Boswellia (Weihrauch) natürlich vor?

Weihrauchharz ist kein klassisches Lebensmittel. Es wird als Räucherwerk sowie zur Herstellung von Extrakten für Nahrungsergänzungsmittel verwendet.

Gut zu wissen über Boswellia (Weihrauch)

Weihrauch zählte gemeinsam mit Gold und Myrrhe zu den kostbarsten Handelsgütern der Antike. Der Weihrauchhandel prägte über Jahrhunderte ganze Karawanenrouten.

Häufige Fragen

Ist Boswellia dasselbe wie Weihrauch?

Ja. Boswellia serrata ist der indische Weihrauchbaum; sein Harz wird als Weihrauch bezeichnet.

Was sind Boswelliasäuren?

Boswelliasäuren sind eine Gruppe von Triterpensäuren im Weihrauchharz, die im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen.

Worauf sollte man bei Extrakten achten?

Studien verwenden meist standardisierte Extrakte mit definiertem Gehalt an Boswelliasäuren. Die Mengenangabe richtet sich nach dem Produkt.

Wofür wird Boswellia traditionell verwendet?

Das Harz des indischen Weihrauchbaums wird traditionell in verschiedenen Kulturen genutzt, wobei Studien es häufig im Zusammenhang mit den Gelenken untersuchen. Für Boswellia gibt es in der EU derzeit keine zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben.

Quellen

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Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche oder fachliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Fachperson.