Auf den Punkt: Boswellia (Boswellia serrata), bekannt als indischer Weihrauch, ist ein Baum, aus dessen Rinde ein aromatisches Harz gewonnen wird. Das Harz enthält charakteristische Boswelliasäuren. Weihrauch wird seit der Antike rituell genutzt und traditionell im Zusammenhang mit den Gelenken verwendet.
Hintergrund: Weihrauchharz enthält Boswelliasäuren, die in Studien traditionell im Zusammenhang mit den Gelenken untersucht werden. Die Datenlage stammt überwiegend aus kleineren Studien.
Anwendungsbereiche: Traditionelle Verwendung im Zusammenhang mit den Gelenken, Anwendung in der ayurvedischen Tradition, Bestandteil von Nahrungsergänzungen
Der Weihrauchbaum gedeiht in trockenen Regionen Indiens, der Arabischen Halbinsel und Nordostafrikas. Durch Anritzen der Rinde tritt ein milchiger Saft aus, der an der Luft zu einem aromatischen Gummiharz erhärtet. Dieses Harz enthält ätherische Öle sowie eine Gruppe von Triterpensäuren, die als Boswelliasäuren bezeichnet werden und im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen. In der traditionellen indischen Heilkunde Ayurveda hat Weihrauch eine lange Geschichte. In der modernen Forschung werden standardisierte Extrakte vor allem im Zusammenhang mit den Gelenken betrachtet. Weihrauch wird sowohl als Räucherwerk als auch in Form von Extrakten verwendet.
Zusammensetzung: Die Boswelliasäuren des Harzes werden in der Forschung im Zusammenhang mit Entzündungsbotenstoffen und der Gelenkfunktion betrachtet.
In Studien werden standardisierte Boswellia-Extrakte verwendet, die auf einen bestimmten Gehalt an Boswelliasäuren eingestellt sind. Die übliche Menge richtet sich nach dem jeweiligen Produkt und liegt häufig im Bereich mehrerer hundert Milligramm pro Tag.
Zu Boswellia serrata liegen mehrere, überwiegend kleinere klinische Studien vor, die die traditionelle Anwendung im Gelenkbereich untersuchen. Grössere und langfristige Untersuchungen sind begrenzt.
Boswellia-Extrakte gelten in der Regel als gut verträglich. Gelegentlich können Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit oder Sodbrennen auftreten. Schwangere und Stillende sollten auf eine Anwendung verzichten, da hierzu keine ausreichenden Daten vorliegen.
Weihrauchharz ist kein klassisches Lebensmittel. Es wird als Räucherwerk sowie zur Herstellung von Extrakten für Nahrungsergänzungsmittel verwendet.
Weihrauch zählte gemeinsam mit Gold und Myrrhe zu den kostbarsten Handelsgütern der Antike. Der Weihrauchhandel prägte über Jahrhunderte ganze Karawanenrouten.
Ja. Boswellia serrata ist der indische Weihrauchbaum; sein Harz wird als Weihrauch bezeichnet.
Boswelliasäuren sind eine Gruppe von Triterpensäuren im Weihrauchharz, die im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen stehen.
Studien verwenden meist standardisierte Extrakte mit definiertem Gehalt an Boswelliasäuren. Die Mengenangabe richtet sich nach dem Produkt.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.