Auf den Punkt: Knoblauch (Allium sativum) ist eine seit Jahrtausenden genutzte Gewürz- und Heilpflanze. Charakteristisch sind seine schwefelhaltigen Verbindungen, allen voran das beim Zerkleinern entstehende Allicin. Traditionell wird Knoblauch im Zusammenhang mit Herz, Kreislauf und Gefässen verwendet.
Hintergrund: Knoblauch enthält schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin, die in Studien vor allem im Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-System und der Gefässfunktion untersucht werden.
Anwendungsbereiche: Traditionelle Verwendung im Bereich Herz und Kreislauf, Traditionelle Verwendung im Zusammenhang mit den Gefässen, Würz- und Küchenpflanze
Knoblauch ist eine Zwiebelpflanze, deren Knolle aus mehreren Zehen besteht. Sein typisches Aroma entsteht erst beim Zerkleinern: Die geruchlose Vorstufe Alliin wird durch das Enzym Alliinase in Allicin umgewandelt, das wiederum zu weiteren schwefelhaltigen Verbindungen zerfällt. Diese Organoschwefelverbindungen stehen im Zentrum der wissenschaftlichen Untersuchungen. Knoblauch wird frisch, getrocknet, als Pulver oder als gereiftes Extrakt verwendet. In der Forschung wird er traditionell im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Parametern und der Gefässfunktion betrachtet. Die Konzentration der wirksamen Verbindungen hängt stark von der Verarbeitung ab, da Hitze und Magensäure das empfindliche Allicin beeinflussen.
Zusammensetzung: Die schwefelhaltigen Verbindungen des Knoblauchs werden im Zusammenhang mit dem Herz-Kreislauf-System, den Blutgefässen und dem Fettstoffwechsel erforscht.
Traditionell werden ein bis zwei frische Zehen täglich verwendet. Bei standardisierten Präparaten oder Knoblauchpulver richtet sich die Menge nach den Herstellerangaben, häufig bezogen auf den Allicin-Gehalt.
Zu Knoblauch liegen zahlreiche Studien und Monographien (unter anderem von EMA/HMPC und ESCOP) vor, die seine traditionelle Anwendung im Herz-Kreislauf-Bereich dokumentieren. Die Ergebnisse zu einzelnen Parametern fallen unterschiedlich aus.
Knoblauch ist in Speisemengen sehr gut verträglich. Grössere Mengen können zu Mundgeruch, Körpergeruch sowie Magen-Darm-Beschwerden führen. Da Knoblauch die Blutgerinnung beeinflussen kann, sollten Personen vor Operationen oder unter blutverdünnender Medikation Rücksprache mit einer Fachperson halten.
Knoblauch ist ein weltweit verbreitetes Küchengewürz und Bestandteil zahlreicher Gerichte, Saucen und Marinaden. Verwandte Arten sind Bärlauch, Zwiebel und Lauch.
Beim Bau der ägyptischen Pyramiden sollen die Arbeiter Knoblauch erhalten haben. Frische Petersilie gilt als traditionelles Hausmittel gegen den typischen Knoblauchgeruch.
Allicin ist eine schwefelhaltige Verbindung, die beim Zerkleinern von Knoblauch aus der Vorstufe Alliin entsteht und für den typischen Geruch verantwortlich ist.
Roher, zerkleinerter Knoblauch enthält mehr Allicin, da Hitze das Enzym Alliinase beeinträchtigt. Ein kurzes Ruhenlassen nach dem Zerkleinern vor dem Erhitzen kann den Gehalt erhöhen.
Lebensmittel mit Fett oder Eiweiss wie Milch sowie frische Kräuter wie Petersilie gelten als traditionelle Mittel, um den Knoblauchgeruch abzumildern.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.