Zucker & Süssungsmittel
Zucker und Süssungsmittel umfassen natürliche Zuckerarten, Zuckeralkohole und Süssstoffe. Die Profile beschreiben neutral Herkunft, Süsskraft, Energiegehalt,…
- Acesulfam-K (E 950) – Acesulfam-K (E 950) ist ein synthetischer Süssstoff mit rund 200-facher Süsskraft von Zucker. Er liefert keine Energie, beeinflusst den Blutzucker nicht und wird häufig mit anderen Süssstoffen kombiniert.
- Agavendicksaft – Agavendicksaft ist ein flüssiges Süssungsmittel aus dem Saft der Agave mit hohem Fruktoseanteil. Sein niedriger glykämischer Index geht auf den hohen Fruktosegehalt zurück; ernährungswissenschaftlich zählt er zu den freien Zuckern.
- Ahornsirup – Ahornsirup ist ein natürliches Süssungsmittel, das durch Einkochen des Saftes verschiedener Ahornarten, vor allem des Zucker-Ahorns (Acer saccharum), gewonnen wird. Er besteht überwiegend aus Saccharose und enthält geringe Mengen weiterer Zuckerarten sowie Mineralstoffe. Geschmacklich ist er an seinem charakteristischen, malzig-karamelligen Aroma erkennbar.
- Allulose – Allulose (D-Psicose) ist ein sogenannter seltener Zucker, der natürlich in geringen Mengen in einigen Früchten vorkommt. Sie schmeckt ähnlich wie Haushaltszucker, wird vom Körper aber kaum verstoffwechselt und liefert dadurch nur sehr wenig Energie. In der EU ist Allulose als Lebensmittel bislang nicht allgemein zugelassen.
- Aspartam (E 951) – Aspartam (E 951) ist ein synthetischer Süssstoff mit rund 200-facher Süsskraft von Zucker bei praktisch keinem Energiegehalt. Er beeinflusst den Blutzucker nicht und wird häufig in zuckerfreien Getränken eingesetzt.
- Erythrit (E 968) – Erythrit (E 968) ist ein Zuckeralkohol mit etwa 60–70 Prozent der Süsskraft von Zucker und nahezu keinem Energiegehalt. Er beeinflusst den Blutzucker praktisch nicht und wird grösstenteils unverändert über den Urin ausgeschieden.
- Fruchtzucker (Fruktose) – Fruchtzucker (Fruktose) ist ein Einfachzucker, der natürlich in Früchten und Honig vorkommt. Er hat einen niedrigeren glykämischen Index als Glukose, wird jedoch überwiegend in der Leber verstoffwechselt.
- Glukose-Fruktose-Sirup (Isoglukose) – Glukose-Fruktose-Sirup, auch Isoglukose oder in den USA «High Fructose Corn Syrup» genannt, ist ein flüssiges Süssungsmittel aus Stärke. Es wird häufig in industriell verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken eingesetzt.
- Haushaltszucker (Saccharose) – Haushaltszucker (Saccharose) ist ein Zweifachzucker aus je einem Baustein Glukose und Fruktose. Er wird aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr gewonnen und liefert rund 4 Kilokalorien pro Gramm. Im Darm wird er in seine Bausteine gespalten und als Energie verwertet.
- Honig – Honig ist ein von Bienen aus Blütennektar erzeugtes Süssungsmittel, das überwiegend aus Fruktose und Glukose besteht. Ernährungswissenschaftlich zählt Honig zu den freien Zuckern.
- Kokosblütenzucker – Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalmenblüten gewonnen und besteht überwiegend aus Saccharose. Er enthält geringe Mengen an Spurenstoffen, zählt aber ernährungswissenschaftlich zu den freien Zuckern.
- Maltit – Maltit (E 965) ist ein Zuckeralkohol, der industriell aus Stärke gewonnen wird. Er wird als Zuckeraustauschstoff in zuckerreduzierten und 'zuckerfreien' Lebensmitteln eingesetzt. Maltit besitzt eine Süsskraft nahe an Haushaltszucker, liefert aber weniger Energie. Wie alle Zuckeralkohole kann er bei übermässigem Verzehr abführend wirken.
- Milchzucker (Laktose) – Milchzucker (Laktose) ist ein Zweifachzucker aus Glukose und Galaktose, der natürlich in Milch vorkommt. Zur Verdauung wird das Enzym Laktase benötigt; fehlt es, kann eine Laktoseintoleranz auftreten.
- Mönchsfrucht (Monk Fruit) – Die Mönchsfrucht (Siraitia grosvenorii), auch Monk Fruit oder Luo Han Guo genannt, ist eine südchinesische Kürbisgewächs-Frucht. Ihre intensive Süsse stammt von sekundären Pflanzenstoffen, den Mogrosiden. Der daraus gewonnene Extrakt ist sehr süss und liefert praktisch keine Kalorien.
- Rohrzucker / brauner Zucker – Rohrzucker und brauner Zucker bestehen wie weisser Zucker aus Saccharose, enthalten jedoch noch Reste von Melasse, die für Farbe und Aroma sorgen. Ernährungsphysiologisch unterscheiden sie sich kaum von raffiniertem Zucker.
- Sorbit (E 420) – Sorbit (E 420) ist ein Zuckeralkohol mit etwa halb so viel Süsskraft wie Zucker und reduziertem Energiegehalt. Er wird häufig als Feuchthaltemittel und Zuckerersatz verwendet und beeinflusst den Blutzucker nur gering.
- Stevia (Steviolglykoside, E 960) – Stevia liefert Steviolglykoside (E 960), intensiv süssende Verbindungen aus den Blättern der Stevia-Pflanze. Sie sind mehrere Hundert Mal süsser als Zucker, liefern keine Energie und beeinflussen den Blutzucker nicht.
- Sucralose (E 955) – Sucralose (E 955) ist ein synthetischer Süssstoff mit rund 600-facher Süsskraft von Zucker. Sie liefert keine Energie, beeinflusst den Blutzucker kaum und wird zu einem grossen Teil unverändert wieder ausgeschieden.
- Traubenzucker (Glukose) – Traubenzucker (Glukose) ist ein Einfachzucker und der zentrale Energieträger des Körpers. Als Blutzucker versorgt Glukose die Zellen, insbesondere Gehirn und Muskeln, direkt mit Energie. Sie hat einen hohen glykämischen Index.
- Xylit / Birkenzucker (E 967) – Xylit (E 967), auch Birkenzucker genannt, ist ein Zuckeralkohol mit etwa der gleichen Süsskraft wie Zucker, aber rund 40 Prozent weniger Energie. Er beeinflusst den Blutzucker nur gering und wird in der Zahnpflege eingesetzt.
Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche oder fachliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Fachperson.