Auf den Punkt: Erythrit (E 968) ist ein Zuckeralkohol mit etwa 60–70 Prozent der Süsskraft von Zucker und nahezu keinem Energiegehalt. Er beeinflusst den Blutzucker praktisch nicht und wird grösstenteils unverändert über den Urin ausgeschieden.
Anwendungsbereiche: Zuckerersatz, kalorienreduzierte Lebensmittel, Backen, Getränke
Erythrit gehört zu den Zuckeralkoholen (Polyolen) und wird industriell durch Fermentation von Glukose hergestellt. Im Gegensatz zu anderen Polyolen wird Erythrit zum grossen Teil im Dünndarm aufgenommen und unverändert über den Urin ausgeschieden, weshalb es kaum Energie liefert und besser magenverträglich ist als etwa Sorbit. In der EU ist Erythrit als Zusatzstoff E 968 zugelassen. Eine 2023 veröffentlichte Beobachtungsstudie warf Fragen zu einem möglichen Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Ereignissen auf; die Ergebnisse gelten als noch nicht abschliessend geklärt und werden weiter erforscht.
Zusammensetzung: Wird grösstenteils unverändert ausgeschieden und liefert dadurch nahezu keine Energie; beeinflusst den Blutzuckerspiegel praktisch nicht.
In der EU ohne zahlenmässigen ADI-Wert zugelassen («quantum satis»). Sehr grosse Mengen können abführend wirken, jedoch in geringerem Mass als andere Polyole.
Süsskraft, geringer Energiegehalt und gute Magenverträglichkeit sind gut belegt. Eine Beobachtungsstudie (Witkowski et al., Nature Medicine 2023) berichtete über einen möglichen Zusammenhang zwischen hohen Erythrit-Blutspiegeln und Herz-Kreislauf-Ereignissen; ein ursächlicher Zusammenhang ist damit nicht bewiesen und wird weiter untersucht.
Gut verträglich; in sehr grossen Mengen mögliche abführende Wirkung. Offene Forschungsfragen zu Herz-Kreislauf-Markern werden untersucht.
Natürlich in Spuren in einigen Früchten; industriell als Zusatzstoff hergestellt.
Glykämischer Index 0. Erythrit liefert mit rund 0 kcal/g praktisch keine Energie.
Erythrit (E 968) ist ein Zuckeralkohol mit rund 60–70 Prozent der Süsskraft von Zucker, der nahezu keine Energie liefert und den Blutzucker kaum beeinflusst.
Erythrit ist in der EU zugelassen und gilt als gut verträglich; eine Beobachtungsstudie von 2023 warf jedoch Fragen zu Herz-Kreislauf-Markern auf, die noch nicht abschliessend geklärt sind.
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