Auf den Punkt: Vitamin B3, auch als Niacin bekannt, ist ein essenzielles wasserlösliches Vitamin. Es kommt in zwei Hauptformen vor: Nicotinsäure und Nicotinamid. Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Nervensystems, zur Erhaltung normaler Haut und Schleimhäute sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Hintergrund: Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. Zudem trägt Niacin zur Erhaltung normaler Haut sowie zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
Anwendungsbereiche: Normaler Energiestoffwechsel, Normale Funktion des Nervensystems, Erhaltung normaler Haut, Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
Niacin ist der Überbegriff für verschiedene Verbindungen, die im Körper die biologische Aktivität von Vitamin B3 entfalten, primär Nicotinsäure und Nicotinamid. Als Baustein der Coenzyme NAD (Nicotinamidadenindinukleotid) und NADP ist es an über 200 enzymatischen Reaktionen beteiligt. Der menschliche Körper kann Niacin in geringen Mengen aus der Aminosäure Tryptophan selbst synthetisieren, ist jedoch auf eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Ein schwerer Mangel führt zur Krankheit Pellagra, die sich durch Dermatitis, Durchfall und Demenz äussert. In der modernen Ernährung ist ein Mangel in Industrieländern selten, jedoch kann ein erhöhter Bedarf bei bestimmten Stoffwechselzuständen oder einseitiger Ernährung entstehen. Niacin wird in der Leber gespeichert, überschüssige Mengen werden über die Nieren ausgeschieden.
Zusammensetzung: Vitamin B3 ist als Bestandteil der Coenzyme NAD und NADP essenziell. Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, zu einer normalen Funktion des Nervensystems sowie zur Erhaltung normaler Haut und Schleimhäute bei. Zudem ist es an der Synthese von Fettsäuren und Cholesterin beteiligt.
Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt laut DGE und SGE bei 11 bis 16 mg Niacin-Äquivalenten, abhängig von Geschlecht und Alter. Bei der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte die Form beachtet werden, da hohe Dosen von Nicotinsäure einen sogenannten Flush (Hautrötung) auslösen können, während Nicotinamid besser verträglich ist.
Die physiologische Bedeutung von Niacin ist wissenschaftlich dokumentiert. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat mehrere gesundheitsbezogene Aussagen für Niacin offiziell zugelassen, wie etwa, dass Niacin zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt.
Eine hohe Zufuhr von Nicotinsäure (ab ca. 30 mg) kann den sogenannten Niacin-Flush verursachen, der sich durch harmlose, aber unangenehme Hautrötungen und Hitzegefühl äussert. Sehr hohe Dosen über einen längeren Zeitraum können zu Leberschäden oder Magen-Darm-Beschwerden führen. Nicotinamid verursacht keinen Flush, sollte aber ebenfalls nicht dauerhaft überdosiert werden.
Gute natürliche Quellen für Vitamin B3 sind Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier sowie pflanzliche Lebensmittel wie Erdnüsse, Pilze und Vollkornprodukte. Auch Kaffee enthält nennenswerte Mengen an Niacin, das beim Rösten aus Trigonellin entsteht.
Der Name Niacin entstand in den USA als Abkürzung für 'Nicotinic acid vitamin', um Verwechslungen mit dem im Tabak enthaltenen Nikotin zu vermeiden. Die Entdeckung von Niacin im Zusammenhang mit der Mangelkrankheit Pellagra in den 1930er Jahren war ein Meilenstein der Ernährungsmedizin.
Beide sind Formen von Vitamin B3. Nicotinsäure kann in höheren Dosen einen Flush (Hautrötung) auslösen, während Nicotinamid diese Nebenwirkung nicht hat, aber dieselbe Vitaminfunktion im Körper erfüllt.
Ein Niacin-Flush ist eine harmlose, vorübergehende Erweiterung der Blutgefässe nach der Einnahme von Nicotinsäure, die zu Hautrötungen, Kribbeln und einem Wärmegefühl führt.
Ja, der Körper kann Niacin aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan synthetisieren. Für 1 mg Niacin werden jedoch etwa 60 mg Tryptophan benötigt, weshalb die Zufuhr über die Nahrung wichtig bleibt.
Ein leichter Mangel äussert sich durch Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Schwäche. Ein schwerer Mangel führt zur Krankheit Pellagra, die durch Hautveränderungen, Durchfall und neurologische Störungen gekennzeichnet ist.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.