L-Arginin

Auf den Punkt: L-Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure und im Körper die Ausgangsstufe für Stickstoffmonoxid (NO). Sie ist Teil des Harnstoffzyklus und wird in der Sportwissenschaft sowie in der Gefässforschung untersucht.

Hintergrund: L-Arginin ist eine Aminosäure, die im Körper als Ausgangsstoff für Stickstoffmonoxid dient und am Harnstoffzyklus beteiligt ist. In der Forschung wird sie im Zusammenhang mit Durchblutung, Gefässfunktion und sportlicher Leistungsfähigkeit untersucht.

Anwendungsbereiche: Sportwissenschaftliche Forschung, Forschung zur Gefässfunktion, Bestandteil des Eiweissstoffwechsels

Was ist L-Arginin?

L-Arginin ist eine proteinogene, semi-essenzielle Aminosäure. Der Körper kann sie zwar selbst bilden, in bestimmten Lebensphasen wie Wachstum oder bei erhöhtem Bedarf reicht die Eigensynthese jedoch nicht immer aus. Arginin ist Ausgangsstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO), einem Signalmolekül der Blutgefässe, und Bestandteil des Harnstoffzyklus, über den der Körper Ammoniak abbaut. Aufgrund des NO-Stoffwechselwegs wird L-Arginin vor allem in der Sport- und Gefässforschung untersucht.

Zusammensetzung: Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO); Teil des Harnstoffzyklus.

Wie wird L-Arginin dosiert?

In Studien werden häufig 3–6 g pro Tag eingesetzt, teils auch höhere Mengen. Die individuell sinnvolle Menge hängt von Ernährung und Bedarf ab.

Studienlage & Evidenz

Moderate Evidenz: zahlreiche sport- und gefässwissenschaftliche Studien mit teils uneinheitlichen Ergebnissen.

Hat L-Arginin Nebenwirkungen?

In üblichen Mengen meist gut verträglich. Bei hohen Dosen können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Bei bestehenden Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten ist vor einer Supplementierung ärztliche Rücksprache ratsam.

Wo kommt L-Arginin natürlich vor?

Nüsse (besonders Walnüsse und Erdnüsse), Kürbiskerne, Hülsenfrüchte, Fleisch und Fisch.

Gut zu wissen über L-Arginin

Stickstoffmonoxid, das aus Arginin gebildet wird, wurde 1992 zum «Molekül des Jahres» gekürt; seine Erforschung führte 1998 zum Nobelpreis für Medizin.

Häufige Fragen

Was ist L-Arginin?

L-Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure, die im Körper als Ausgangsstoff für Stickstoffmonoxid dient und am Harnstoffzyklus beteiligt ist.

In welchen Lebensmitteln kommt L-Arginin vor?

Reich an L-Arginin sind unter anderem Walnüsse, Erdnüsse, Kürbiskerne, Hülsenfrüchte sowie Fleisch und Fisch.

Wozu dient L-Arginin?

L-Arginin wird im Körper als Ausgangsstoff für Stickstoffmonoxid genutzt und ist am Harnstoffzyklus beteiligt. Studien untersuchen zudem die Bedeutung der Aminosäure für verschiedene Stoffwechselprozesse.

Hat L-Arginin Nebenwirkungen?

Bei einer Aufnahme über die normale Ernährung gilt L-Arginin als sicher und gut verträglich. Werden jedoch hochdosierte Präparate eingenommen, können gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Personen, die regelmässig Medikamente einnehmen, sollten vor einer Supplementierung ärztlichen Rat einholen.

Quellen

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Dieser Beitrag dient ausschliesslich Informations- und Bildungszwecken und ersetzt keine ärztliche oder fachliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an eine Fachperson.