Auf den Punkt: Quercetin ist ein weit verbreitetes Flavonoid aus der Gruppe der Polyphenole und kommt natürlich in Zwiebeln, Äpfeln, Kapern und Beeren vor. Als sekundärer Pflanzenstoff verleiht es vielen Pflanzen ihre Farbe. In der Forschung wird Quercetin vor allem wegen seiner antioxidativen Eigenschaften untersucht.
Hintergrund: Quercetin ist ein pflanzliches Flavonoid mit antioxidativen Eigenschaften, das in Studien im Zusammenhang mit oxidativem Stress und dem Immunsystem untersucht wird.
Anwendungsbereiche: Im Zusammenhang mit dem Zellschutz, Forschung zum Immunsystem, Bestandteil antioxidativer Nahrungsergänzungen
Quercetin gehört zu den Flavonolen, einer Untergruppe der Flavonoide. Es ist einer der mengenmässig bedeutendsten Pflanzenfarbstoffe in der menschlichen Ernährung und kommt in vielen Gemüse-, Obst- und Kräuterarten vor, besonders reichlich in Zwiebeln, Grünkohl, Äpfeln und Kapern. In Pflanzen liegt Quercetin meist gebunden an Zuckermoleküle vor (als Glykosid). In der Forschung wird Quercetin im Zusammenhang mit oxidativem Stress, dem Immunsystem und dem Herz-Kreislauf-System untersucht. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es häufig in Kombination mit Vitamin C oder dem Enzym Bromelain angeboten, da hier eine bessere Aufnahme diskutiert wird. Die Bioverfügbarkeit von reinem Quercetin gilt als begrenzt.
Zusammensetzung: Quercetin wird als Antioxidans im Zusammenhang mit oxidativem Stress sowie mit Botenstoffen des Immunsystems erforscht.
In Studien werden häufig Mengen im Bereich von etwa 500 bis 1000 mg pro Tag eingesetzt, oft aufgeteilt auf mehrere Einzeldosen. Die konkrete Menge richtet sich nach dem jeweiligen Produkt.
Quercetin ist als Antioxidans gut beschrieben. Zu darüber hinausgehenden gesundheitsbezogenen Effekten beim Menschen ist die Datenlage uneinheitlich. Die EFSA hat keine gesundheitsbezogenen Aussagen für Quercetin zugelassen.
Quercetin aus Lebensmitteln gilt als unbedenklich. Als hochdosiertes Nahrungsergänzungsmittel können gelegentlich Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Da Quercetin den Arzneimittelstoffwechsel beeinflussen kann, sollten Personen unter Medikation Rücksprache mit einer Fachperson halten.
Reich an Quercetin sind Zwiebeln (besonders rote), Grünkohl, Äpfel, Beeren, Kapern, Brokkoli und schwarzer sowie grüner Tee.
Der Name Quercetin leitet sich vom lateinischen Wort 'quercetum' für Eichenwald ab. Zwiebeln zählen zu den quercetinreichsten Lebensmitteln, wobei der Farbstoff vor allem in den äusseren Schichten sitzt.
Besonders reich sind Zwiebeln, Kapern, Grünkohl, Äpfel und Beeren. Bei Zwiebeln sitzt der Farbstoff vor allem in den äusseren Schichten.
Beide gelten als Antioxidantien und werden in Präparaten häufig zusammen angeboten. Zudem wird eine bessere Aufnahme diskutiert.
Über eine pflanzenreiche Ernährung wird regelmässig Quercetin aufgenommen. Ein Bedarf an einer zusätzlichen Zufuhr ist wissenschaftlich nicht definiert.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.