Auf den Punkt: MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine organische Schwefelverbindung, die natürlicherweise in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vorkommt. Als Nahrungsergänzungsmittel wird es häufig im Zusammenhang mit dem Bewegungsapparat verwendet. Es enthält Schwefel, ein Element, das im Körper in Proteinen, Enzymen und Bindegewebe vorkommt.
Hintergrund: MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine organische Schwefelverbindung, die dem Körper als Schwefelquelle dient. Erste Studien untersuchen MSM im Zusammenhang mit Gelenken und der allgemeinen Beweglichkeit. Entsprechende Präparate werden daher häufig in diesem Bereich verwendet.
Anwendungsbereiche: Gelenke, Schwefelquelle, Bewegungsapparat
MSM, chemisch als Dimethylsulfon bekannt, ist eine biologisch aktive Form von Schwefel. Schwefel ist das dritthäufigste Mineral im menschlichen Körper und ein essenzieller Baustein für Aminosäuren wie Methionin und Cystein. Diese Aminosäuren sind Bestandteile von Proteinen, insbesondere von Kollagen und Keratin, welche in Haut, Haaren, Nägeln sowie Knorpel- und Bindegewebe vorkommen. In der Nahrungsergänzung wird MSM oft in Kombination mit Glucosamin und Chondroitin verwendet. Obwohl es in vielen Lebensmitteln vorkommt, geht durch Erhitzen und Verarbeitungsprozesse oft ein grosser Teil des natürlichen MSM verloren. Die Einnahme als Supplement dient als zusätzliche Schwefelquelle.
Zusammensetzung: MSM liefert organischen Schwefel, der in Disulfidbrücken von Proteinen vorkommt. Diese Verbindungen sind Teil von Geweben wie Knorpel, Sehnen und Bändern. Zudem ist Schwefel ein Bestandteil von Verbindungen wie Glutathion.
In Studien werden typischerweise Dosierungen von 1000 bis 3000 mg pro Tag verwendet, oft aufgeteilt in zwei bis drei Gaben. Die Einnahme erfolgt idealerweise zu den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit. Eine Kombination mit Vitamin C wird häufig angewendet.
Die Studienlage zu MSM ist vorläufig bis moderat. Einige klinische Untersuchungen erforschen MSM im Zusammenhang mit der Regeneration nach sportlicher Belastung und dem Bewegungsapparat, jedoch fehlen gross angelegte, unabhängige Langzeitstudien für abschliessende Aussagen.
MSM gilt allgemein als gut verträglich und sicher. Bei empfindlichen Personen können gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Übelkeit auftreten. Schwangere und Stillende sollten vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.
MSM kommt in geringen Mengen in frischem Obst, Gemüse (wie Tomaten und Mais), Kuhmilch, Kaffee und Tee vor. Da die Verbindung hitzeempfindlich ist, geht sie beim Kochen oder Pasteurisieren grösstenteils verloren.
MSM ist ein Oxidationsprodukt von Dimethylsulfoxid (DMSO), einem bekannten Lösungsmittel, das in der Natur als Teil des globalen Schwefelkreislaufs durch marine Algen gebildet wird.
MSM ist ein Stoffwechselprodukt von DMSO. Im Gegensatz zu DMSO ist MSM geruchlos und wird im Körper langsamer abgebaut.
Da MSM als Nährstoff in den Stoffwechsel integriert wird, kann es mehrere Wochen dauern, bis sich ein konstanter Schwefelspiegel im Gewebe aufbaut.
Überschüssiges MSM wird in der Regel über den Urin ausgeschieden. Dennoch sollten die empfohlenen Tagesdosen nicht überschritten werden, um Magen-Darm-Beschwerden zu vermeiden.
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung bei und wird oft mit dem Schwefel aus MSM kombiniert, der ebenfalls in Strukturproteinen vorkommt.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.