Auf den Punkt: Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das aus der Aminosäure Tryptophan gebildet wird. Es wird bei Dunkelheit in der Zirbeldrüse ausgeschüttet und signalisiert dem Körper die Ruhephase. Als Nahrungsergänzungsmittel trägt Melatonin dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, und trägt zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung bei.
Hintergrund: Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das in den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus eingebunden ist. Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, und trägt zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung bei.
Anwendungsbereiche: Trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, Trägt zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung bei
Melatonin, chemisch N-Acetyl-5-methoxytryptamin, ist ein Hormon des zirkadianen Rhythmus. Die Synthese erfolgt hauptsächlich in der Zirbeldrüse des Gehirns aus Serotonin, welches wiederum aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan stammt. Die Ausschüttung von Melatonin wird durch Licht gehemmt und durch Dunkelheit stimuliert. Im Alter nimmt die körpereigene Melatoninproduktion natürlicherweise ab. In der Schweiz und der EU ist Melatonin in bestimmten Dosierungen als Nahrungsergänzungsmittel reguliert. Es wird unter anderem bei Reisen über mehrere Zeitzonen hinweg genutzt, da Melatonin zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung beiträgt.
Zusammensetzung: Melatonin ist an der Regulation des zirkadianen Rhythmus beteiligt und signalisiert dem Organismus den Beginn der nächtlichen Ruhephase. Es bindet an spezifische Rezeptoren im Gehirn. Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen.
Damit Melatonin dazu beiträgt, die Einschlafzeit zu verkürzen, liegt die Dosierung bei 1 mg kurz vor dem Schlafengehen. Damit Melatonin zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung beiträgt, werden mindestens 0.5 mg am ersten Reisetag kurz vor dem Schlafengehen sowie an den ersten Tagen nach der Ankunft empfohlen. Die Einnahme sollte stets abends erfolgen.
Dass Melatonin dazu beiträgt, die Einschlafzeit zu verkürzen, und zur Linderung der subjektiven Jetlag-Empfindung beiträgt, wurde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet und als gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) zugelassen.
Melatonin gilt bei kurzzeitiger Anwendung als sicher, kann aber gelegentlich Schläfrigkeit am Tag, Kopfschmerzen oder Schwindel verursachen. Die Einnahme sollte nicht vor dem Steuern von Fahrzeugen oder dem Bedienen von Maschinen erfolgen. Schwangere, Stillende und Personen mit Autoimmunerkrankungen sollten vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.
Melatonin kommt in geringen Mengen natürlich in Lebensmitteln wie Sauerkirschen, Walnüssen, Tomaten und Senfkörnern vor. Auch Kuhmilch, insbesondere wenn sie nachts gemolken wird (Nachtmilch), enthält messbare Mengen des Hormons.
Die Entdeckung von Melatonin im Jahr 1958 durch den Dermatologen Aaron Lerner basierte auf der Beobachtung, dass Extrakte aus der Zirbeldrüse von Rindern die Haut von Fröschen aufhellen konnten.
Nein, nach aktuellem wissenschaftlichem Stand führt die Einnahme von Melatonin nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit oder Gewöhnungseffekten.
Melatonin sollte idealerweise kurz vor dem gewünschten Schlafengehen eingenommen werden.
Melatonin ist primär für die kurzzeitige Anwendung gedacht, etwa bei Jetlag oder zur Verkürzung der Einschlafzeit; eine langfristige Einnahme sollte ärztlich begleitet werden.
Der Effekt kann individuell variieren und hängt von Faktoren wie der Dosierung, dem Einnahmezeitpunkt und der Schlafhygiene ab.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.