Auf den Punkt: Kollagen ist das am häufigsten vorkommende Strukturprotein im menschlichen Körper und bildet das Grundgerüst für Haut, Knochen, Knorpel und Bindegewebe. Es ist ein wesentlicher struktureller Bestandteil dieser Gewebe. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Kollagenproduktion ab, weshalb es oft als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kollagenpeptiden eingenommen wird.
Hintergrund: Kollagen ist das häufigste Strukturprotein im menschlichen Körper und bildet einen wichtigen Baustein für Haut, Knochen, Gelenke und Bindegewebe. Kollagenpeptide sind Gegenstand von Studien bezüglich der Struktur dieser Gewebe. Der Wirkstoff wird wissenschaftlich im Zusammenhang mit der Hautelastizität und der Gelenkfunktion untersucht.
Anwendungsbereiche: Haut & Bindegewebe, Gelenke, Knochen
Kollagen ist ein essenzielles Strukturprotein, das etwa 30 Prozent der gesamten Proteinmasse im menschlichen Körper ausmacht. Es besteht hauptsächlich aus den Aminosäuren Glycin, Prolin und Hydroxyprolin, die sich zu einer stabilen Tripelhelix verflechten. Diese Struktur ist charakteristisch für Gewebe wie Haut, Sehnen, Bänder und Knochen. Es gibt verschiedene Kollagentypen, wobei Typ I, II und III am häufigsten vorkommen. Typ I dominiert in Haut und Knochen, während Typ II vor allem im Knorpelgewebe zu finden ist. Da die natürliche Synthese von Kollagen ab dem 25. Lebensjahr kontinuierlich sinkt, wird es häufig in hydrolysierter Form supplementiert. Hydrolysiertes Kollagen (Kollagenpeptide) ist in kleinere Bestandteile aufgespalten, was die Aufnahme im Darm erleichtert. In der Ernährungswissenschaft wird es im Zusammenhang mit der normalen Gewebestruktur erforscht.
Zusammensetzung: Kollagen bildet das strukturelle Gerüst für das Bindegewebe und ist ein zentraler Baustein von Haut, Knochen, Knorpeln und Blutgefässen. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Gewebestruktur im gesamten Organismus.
Die übliche Dosierung in Studien liegt bei 2,5 bis 10 Gramm hydrolysierten Kollagenpeptiden pro Tag. Die Einnahme erfolgt meist als Pulver aufgelöst in Flüssigkeit, oft in Kombination mit Vitamin C, da dieses zu einer normalen Kollagenbildung beiträgt.
Zahlreiche Studien untersuchen den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Kollagenpeptiden, der Hautelastizität und der Gelenkfunktion. Die Datenlage wird wissenschaftlich diskutiert, jedoch bedarf es weiterer gross angelegter, unabhängiger Studien zur endgültigen Bestätigung.
Kollagen gilt als sehr sicher und gut verträglich. In seltenen Fällen können leichte Magen-Darm-Beschwerden oder ein unangenehmer Geschmack im Mund auftreten; Allergiker sollten bei marinem Kollagen auf eine mögliche Fischallergie achten.
Kollagen kommt ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln vor, insbesondere in Knochenbrühe, Haut (z. B. von Fisch oder Geflügel) und Gelatine. Pflanzliche Lebensmittel enthalten kein Kollagen, können aber Aminosäuren und Vitamin C liefern, welches zu einer normalen Kollagenbildung beiträgt.
Das Wort Kollagen stammt vom griechischen Wort 'kolla' ab, was 'Leim' bedeutet, da Knochen und Bindegewebe von Tieren früher zur Herstellung von Leim ausgekocht wurden.
Nein, echtes Kollagen stammt immer aus tierischen Quellen wie Rind, Schwein oder Fisch. Vegane Alternativen enthalten lediglich Aminosäuren und Vitamine wie Vitamin C, das zu einer normalen Kollagenbildung beiträgt.
Gelatine ist gekochtes Kollagen. Für Nahrungsergänzungsmittel wird Kollagen meist weiter zu Kollagenpeptiden (hydrolysiertes Kollagen) aufgespalten, da diese wasserlöslich sind und vom Körper besser aufgenommen werden.
Das hängt vom Ziel ab: Typ I und III werden häufig für Haut, Haare und Knochen verwendet, während Typ II spezifisch im Gelenkknorpel vorkommt und oft für Gelenkpräparate genutzt wird.
In Studien werden Parameter wie die Hautelastizität oder Gelenkfunktion meist über einen Zeitraum von 8 bis 12 Wochen regelmässiger Einnahme untersucht.
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Wissensvermittlung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise.